5. Februar 2009
FDP-Duisburg überreichte ein 460 Mio. Euro Einnahme- und Einsparpaket an OB Sauerland
FDP-Oberbürgermeisterkandidat Frank Albrecht überreichte gestern ein 460. Mio. Euro Einnahme- und Einsparpaket an OB Sauerland. Die Duisburger FDP hatte nach den Ermahnungen des Regierungspräsidenten ein Spar- und Einnahmepaket zusammengestellt, das die Vorgaben des Regierungspräsidenten erfüllen und die Stadt wieder finanziell handlungsfähig machen würde. Albrecht: „Alle reden derzeit davon, wie man Geld ausgeben könnte, die FDP spricht davon, wie man Geld einsparen und einnehmen könnte sowie reale Schulden abbauen kann, wenn man ernsthaft will. Und das Besondere an unserem Sparpaket ist, dass sehr viel Geld zusammenkommt, ohne die Bürgerinnen und Bürger zu belasten oder städtische Einrichtungen zu schließen.“
 
In dem von der FDP erarbeiteten Einnahme- und Einsparpaket sind ca. 200 Mio. Euro aus dem Verkauf der Gebag einkalkuliert, 50 Mio. Euro durch den Verkauf der Anteile an der Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage Oberhausen, 13 Mio. Euro aus dem Verkauf der RWE-Aktien, geschätzte 100 Mio. Euro aus einem Anteilsverkauf der Stadtwerke und 30 Mio. Euro durch den Verkauf des 51%igen Anteils der Stadt am Klinikum Duisburg.
 
Jährliche Einsparungen in Höhe von 50 Mio. Euro ließen sich allein durch die Privatisierung des ÖPNV generieren, 800.000 Euro jährlich durch die Abschaffung der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung. Außerdem könnten 400.000 Euro jährlich eingespart werden, wenn das Theater am Marientor nicht mehr durch die Stadt betrieben würde und jährliche Ausgaben von 350.000 Euro könnten der Stadt erspart bleiben, wenn man das Projekt ´Stadtfenster´ derzeit nicht realisieren würde, was außerdem eine Einsparung von ca. 20 Mio. Euro an Baukosten bedeuten würde.
 
Als Beleg dafür, dass ihre Einspar- und Einnahmeforderungen ohne Nachteile für die Bürger zum Erfolg führen würden, zieht die FDP zahlreiche Beispiele aus anderen Städten heran: So hatte sich Dresden z.B. durch den Verkauf des städtischen Wohnungsbauunternehmens komplett entschuldet, ebenso Düsseldorf durch den Verkauf von RWE-Aktien und ihren Stadtwerke. Und Frankfurt a.M. hat durch die Umstrukturierung und Privatisierung des ÖPNV deutlich die Kosten für die Stadt und gleichzeitig den Service für die Fahrgäste verbessert. Nach eigenem Bekunden gingen die Verkäufe in keinem der genannten Fälle zu Lasten der angestellten Mitarbeiter oder Bürger. FDP-Oberbürgermeisterkandidat Frank Albrecht: „Wenn unsere Forderungen bereits in anderen Städten zum Erfolg geführt haben, warum sollte dies nicht auch in Duisburg funktionieren?“

das 460 Mio. Euro Einnahme- und Einsparpaket im Detail

zur Reportage der Paketübergabe von Studio47 auf Zaplive.tv

die ganze Sendung von Studio 47 - die Reportage über die FDP beginnt ab 01:09:32 min  -  Kurzberichte bei 00:32:35 min und bei 01:29:47 min

Fotos der Paketübergabe von JW

 
 
FDP-Oberbürgermeisterkandidat Frank Albrecht auf dem Weg zu OB Sauerland
 
 
FDP-Ratsgruppenvorsitzender Wilhelm Bies war ebenfalls bei der Paketübergabe
 
 
Frank Albrecht erläutert der Presse das 460 Mio. Euro Einnahme- und Einsparpaket
 
 
Anmeldung im Vorzimmer von Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU)
 
 
Der FDP OB-Kandidat überreicht das Sparpaket an OB Sauerland (CDU)
 
 

Das Einahme- und Einsparpaket der Duisburger FDP:

       Ausgabe

Maßnahme

Einnahme und / oder einzusparende Summe

1

Gebag

Verkauf aller Wohnungen

einmaliger Erlös

200.000.000,00 €

2

Stadtwerke

größtmöglicher Anteilsverkauf (60%-Stadt) - geschätzter Wert:

einmaliger Erlös

100.000.000,00 €

3

GMVA

Verkauf des städtischen Anteils (WBD-AöR-Anteil)

einmaliger Erlös

50.000.000,00 €

4

DVG

Privatisierung des ÖPNV - dadurch Einsparung des jährlichen Zuschusses

jährliche Einsparung

48.000.000,00 €

5

Klinikum

Verkauf des restlichen 51%-Anteils der Stadt an Sana

einmaliger Erlös

30.000.000,00 €

6

Stadtfenster - Gebäude

Aufschub des Projektes (DVV) - (Auswirkung auf Zuschuss an DVV)

einmalige Einsparung

20.000.000,00 €

7

RWE-Aktien

Verkauf

einmaliger Erlös

10.000.000,00 €

8

Frische Kontor

Verkauf der Gesellschaft

einmaliger Erlös

5.800.000,00 €

9

Theater am Marientor

Verkauf

einmaliger Erlös

1.800.000,00 €

10

kommunale Radarfallen

Beenden der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung

jährliche Einsparung

800.000,00 €

11

Theater am Marientor

Betrieb/Unterhalt einstellen

jährliche Einsparung

400.000,00 €

12

Einrichtung Welcome-Center zur Kulturhaupstadt 2010

Verzicht - dadurch Einsparung der jährlichen Betriebskosten

jährliche Einsparung

250.000,00 €

13

Stadtfenster (jährliche Mietzahlungen)

Aufschub des Projektes

jährliche Einsparung

200.000,00 €

14

NS-Dokumentationszentrum

Aufschub des Projektes

jährliche Einsparung

100.000,00 €

15

Festival Akzente

auf 2jährigkeit umstellen - mit Budgeteinsparung um 50%

jährliche Einsparung

85.000,00 €

Einnahme- und Einsparvolumen:

467.435.000,00 €