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die FDP-Ratsfraktion
Duisburg |
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Fraktionsvorsitzender
Wilhelm Bies
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Ratsfrau
Betül Cerrah
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Ratsherr
Frank Albrecht
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Fraktionsgeschäftsführer
Thomas Wolters
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- Liebe
Mitbürgerinnen und Mitbürger,
- sehr
geehrte Damen und Herren,
- seit der
Kommunalwahl 2009 ist die FDP wieder in Fraktionsstärke im
Rat der Stadt Duisburg
vertreten und ´kämpft´ dort für liberale Politik in unserer Stadt.
Wie bereits im
Kommunalwahlprogramm der FDP
beschrieben, hat bei all´ unseren Überlegungen stets die
Entschuldung des städtischen Haushaltes oberste Priorität. Erst wenn
die erdrückende Schuldenlast (wenigstens zu einem großen Teil)
abgebaut wurde, ist die Stadt wieder handlungsfähig, werden die
Bürgerinnen und Bürger wieder frei entscheiden können, wofür die
Stadt Geld ausgeben soll und wofür nicht. Bis dahin entscheidet
ausschließlich die Finanzaufsicht über unsere Stadt und somit auch
über die Zukunft unserer Bibliotheken, Schwimmbäder und städtischen
Hallen, über die Höhe von Kindergartengebühren und über die
Instandsetzung unserer Straßen und Radwege.
-
- Eine
wirkliche Entschuldung ist nicht mehr allein durch rigorose
Sparvorgaben im jährlichen Verwaltungshaushalt zu erreichen, sondern
kann nur dadurch erreicht werden, dass sich die Stadt endlich von
Gesellschaften und Vermögensanteilen trennt, die für das Wohl der
Bürgerinnen und Bürger keine Rolle spielen, wie z.B. die RWE-Aktien
der Stadt, an denen die anderen Fraktionen bisher stets festgehalten
haben. Wir stellen nach wie vor die Frage, ob eine Stadt unbedingt
an einer Klinik, einer Wohnungsbaugesellschaft, den Stadtwerken oder
am Duisburger Hafen beteiligt sein muss? Und ob der ÖPNV (jährlicher
Zuschussbedarf ca. 45 Mio. €) nicht in privaten Händen preiswerter
und/oder bürgerfreundlicher organisiert werden könnte?
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- In der
vergangenen Legislaturperiode wurden alle Anträge der FDP zur
Überprüfung und Beantwortung unserer Fragen von den anderen
Fraktionen abgelehnt. Wir werden aber an unseren Zielen und Ideen
festhalten und fordern nach wie vor (wenigstens) eine unabhängige
Prüfung unserer Einspar- und Einnahmeforderungen.
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Nachfolgend erfahren Sie mehr über die aktuellen Anträge und
Anfragen, die die FDP-Fraktion im Rat der Stadt stellt. Bitte
lesen Sie auch unsere aktuellen
Pressemitteilungen.
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- Nach jeder Sitzung des Duisburger
Stadtrates erstellt die FDP-Fraktion ein "Ratsinfo", um die Themen,
den Ablauf und auch Besonderheiten der Sitzung (aus liberaler Sicht)
darzustellen und zu erläutern. Die bisherigen Ratsinfos der
Legislaturperiode 2009 - 2014 können Sie hier nachlesen:
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Ratsinfo
Nr. 15 vom 30.01.2012 |
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Ratsinfo Nr. 14 vom 24. 11. 2011 und vom 12. 12. 2011 |
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Ratsinfo Nr. 13 vom 14.09.2011 und vom 17.10.2011
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Ratsinfo Nr. 12 vom 11.07.2011 |
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Ratsinfo Nr. 11 vom 30.05.2011
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Ratsinfo Nr. 10 vom 28.03.2011 |
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Ratsinfo Nr. 9 vom 06.12.2010 |
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Ratsinfo Nr. 8 vom 04.10.2010 |
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Ratsinfo Nr. 7 vom 06.09.2010 |
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Ratsinfo Nr. 6 vom 10.05.2010 |
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Ratsinfo Nr. 5 vom 22.03.2011 |
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Ratsinfo Nr. 4 vom 25.01.2010 |
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Ratsinfo Nr. 3 vom 07.12.2009 |
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Ratsinfo Nr.2 vom 16.11.2009 |
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Ratsinfo Nr.1 vom 02.11.2009 |
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Antrag der FDP-Fraktion zur Sondersitzung des
Duisburger Stadtrates am 24. November 2011:
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- Der Rat der Stadt
Duisburg zieht die Entscheidung über die Einrichtung von
Briefwahlstellen für die Abwahl des Oberbürgermeisters Adolf
Sauerland an sich. Er beschließt, für die Abstimmung über die Abwahl
von Oberbürgermeister Adolf Sauerland in jedem Bezirksamt eine
Briefwahlstelle ab dem 12. Januar 2012 einzurichten.
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Begründung:
- Gemäß dem nicht
beanstandeten einstimmigen Ratsbeschluss vom 17. Oktober 2011 hat
die Abwahl des Oberbürgermeisters „den Bedingungen bei der Wahl des
Oberbürgermeisters im Jahr 2009 zu entsprechen“.
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Antrag der
FDP-Fraktion zur nächsten Ratssitzung am 17. Oktober 2011
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FDP beantragt
Bericht zur Lage der Gebag
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Der OB wird beauftragt, dem Rat
den Zwischenbericht der Firma mbb zur Situation der GEBAG sowie
weitere Berichte – zumindest in zusammengefasster Form – zur
Kenntnis zu geben.
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Begründung:
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Nach dem ersten Bericht des RPA
hat die FDP-Fraktion von einem ersten Bericht der Firma mbb zur
GEBAG erfahren. Die FDP ist die einzige Fraktion des Rates, die
nicht im Aufsichtsrat vertreten ist. Aber auch alle anderen
Ratsmitglieder, die nicht selbst in diesem Aufsichtsrat sitzen,
werden sich in Kürze mit den Auswirkungen bzw. Konsequenzen aus
dem Handeln des Unternehmens in den letzten zwei Jahren
beschäftigen müssen.
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Grundlage für Entscheidungen
des Rates kann aber nur eine lückenlose Information über alle
ermittelten Fakten sein. Deshalb ist die Weitergabe dieser
Informationen zwingende Voraussetzung für sachgemäße
Entscheidungsfindungen.
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Anfrage der
FDP-Fraktion zur nächsten Ratssitzung am 17. Oktober 2011
- KlimaAgentur
Duisburg - ein neues Fass ohne Boden?
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- Vorbemerkung
- Besorgte Bürger
haben sich mit Fragestellungen bezüglich der KlimaAgentur Duisburg
an die FDP-Fraktion mit der Bitte gewandt, Sorge dafür zu tragen,
dass
- - keine
mittelstandsfeindliche Politik in Duisburg betrieben wird
- - keine
"Selbstbedienungsmentalität" von hochrangigen Kommunalpolitikern
Platz greift.
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- Um ggf.
unberechtigte Vorwürfe zu entkräften, bitten wir die Verwaltung um
Beantwortung folgender Fragen:
- 1. Ist es
richtig, dass der Fraktionsgeschäftsführer der Fraktion
Bündnis90/Die Grünen schon als "ausgehandelter" Geschäftsführer
feststeht? (Etat 500.000 € davon 400.000 € Personalkosten)
- 2. Wenn ja, in
welcher Form hat der Stadtdirektor Dr. Greulich (Grüne) diesen
Vorschlag befördert?
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3. Ist es richtig, dass viele privatwirtschaftliche
(mittelständische) Betriebe schon längst in Duisburg eine
Klima/Energieberatung durchführen? Wenn ja, warum wird
verwaltungsseitig eine weitere Beratungsstelle eingeführt? Wenn
nein, wie groß ist der Mangel an qualifizierten Ingenieurbüros /
Beratern? (ggf. bitte aufgeschlüsselt nach über den Fachverband
zugelassenen Energieberatern in Duisburg)
- 4. Ist die
Verbraucherzentrale in diese Gründungsüberlegungen einbezogen
worden?
- 5. Ist die IHK
und/oder die Kreishandwerkerschaft mit „Ihren“ Energieberatern in
die Gründungsüberlegung einbezogen worden? Sieht die Verwaltung in
der Gründung die Schaffung einer Konkurrenzstruktur?
- 6. Wie kann die
Unabhängigkeit einer solchen gGmbH gewährleistet werden, wenn der
Haupt-Geldgeber DVV gleichzeitig als Tochter die Stadtwerke Duisburg
besitzt?
- 7. Warum sind
oder waren die Wirtschaftsbetriebe AöR nicht in der Lage
entsprechende (ggf. erweiterte) Beratungen durchzuführen?
- 8. Mit welchem
Deckungsbeitrag für den Haushalt wird verwaltungsseitig nach einem,
drei und fünf Jahren gerechnet?
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Anfrage der FDP-Fraktion zur Ratssitzung am 30. Mai
2011
- Bekommt
Duisburg das teuerste Museum der Welt?
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Vorbemerkung
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In einem Presseartikel der WAZ vom 25.05.2010 wird im
Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau der Küppersmühle von bislang 50
Mio. Euro über weitere 20 Mio. Euro Zuschussbedarf gesprochen.
Hingewiesen wird, dass allein die Anmeldung möglicher Forderungen
die Städtische GEBAG kollabieren lassen würde.
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Wir fragen:
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1.
Ist die GEBAG (noch)
solvent?
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2.
Werden die Mieten
aufgrund des oben beschriebenen Vorgangs erhöht?
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3.
Wenn nein, wann ist
mit einer Erhöhung der Mieten zu rechnen?
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4.
Wie gestaltet sich
die Haftung der Gebag? Ist ein Rückgriff auf den Vorstand /
Aufsichtsrat und/oder Rat der Stadt möglich?
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5.
Wird das Land, von
dem laut Pressebericht, „man bürokratische Auflagen scheute“,
dennoch um Hilfe gebeten? Wenn ja, in welcher Höhe? Wenn nein, warum
nicht?
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6.
Wie hoch ist die
Rückzahlungsverpflichtung im Falle einer Auflösung der Vereinbarung
durch die Sponsoren und wie würde die Rückzahlung geleistet?
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7.
Wieso wurde die
Duisburger Schweiß- und Lehranstalt nicht von Beginn an in die
Kontrolle des Bauprojektes einbezogen?
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8.
Wer hatte bei der
Gebag die operative und kaufmännische Verantwortung für die
Durchführung des Projektes und wann sind durch diese Person, welche
Controllingberichte, wem vorgelegt worden?
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- Haushaltsrede des
FDP-Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Bies
im
Rat der Stadt Duisburg am 28.03.2011
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Herr Oberbürgermeister,
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sehr geehrte Damen und Herren,
- der Kämmerer
hat am 17.01.2011 in seiner Haushaltseinbringungsrede einen
Finanz-Baukasten vorgestellt, der 5 Bausteine umfasst. Der erste
Baustein setzt auf die jährliche finanzielle Ausstattung des
Gemeindefinanzierungsgesetzes.
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Im zweiten Baustein blickt man auf Berlin und hier
genauer auf die Kommission zur Reform der Gemeindefinanzen. (Hartz
IV, Grundsicherung im Alter u. Hilfe zur Pflege uvm.) Der dritte
Stein soll wiederum das „innovative Instrument der Landespolitik“,
so Dr. Langner, sein. Eine Entschuldungshilfe für besonders
belastete Kommunen. Denn zu Recht weist er auf die „tickende
Zeitbombe“ von rd. 1,7 Mrd. Kassenkredite hin. Hier sollen im Kern
andere Städte für uns – unter strengsten Auflagen – aufkommen. Der
vierte Baustein beinhaltet die eigenen Sparanstrengungen der Stadt.
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Der fünfte Punkt ist die Hoffnung, soweit die
aktuelle Landesregierung in dieser Form noch existiert, eine
gesetzliche Änderung, die auf die Aufhebung der Vier-Jahres-Frist
für den Haushaltsausgleich abzielt.
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Aber, sehr geehrte Damen und Herren, wie das so ist,
wenn man mit Bausteinen spielt: Es ist nicht selten, dass so ein
Türmchen in sich zusammenbricht oder die wirklich passenden
Bauklötzchen müssen durch die spielerische Phantasie ersetzt werden.
Vier von 5 der Steine setzen auf das Prinzip Hoffnung. Es wird
gehofft, dass Berlin hilft, es wird gehofft, dass Düsseldorf hilft.
Insbesondere der Blick auf Düsseldorf gibt einem nicht das gute
Gefühl, dass dort das nötige Verständnis für solide Haushalte
vorliegt. Erstaunlich ist, dass das Verfassungsgericht den
rot-rot-grünen Haushalt interpretationsfrei verworfen hat und
gleichzeitig immer noch die Meinung besteht, dass zeitnahe Hilfe vom
Land kommen könnte. Mit Neuwahlen oder auch ohne. Da zudem auch
viele Politiker kräftig Neuwahlen ankündigen, kann es doch noch
etwas mit der konkreten Hilfe aus Düsseldorf dauern. Vor dem
Hintergrund des Landeshaushaltes darf dann zudem darüber nachgedacht
werden, ob einem Landespolitiker nicht das Hemd näher als die
sprichwörtliche Hose sitzt; also zunächst einmal der Landeshaushalt
in Ordnung gebracht wird, bevor überhaupt ernsthafte und vor allem
konkrete Maßnahmen eingeleitet werden. Zusammenfassend kann
man also Feststellen, dass in 4 von 5 Punkten bislang rein virtuelle
Entscheidungen mögliche Entlastung bringen könnten.
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Ich möchte auf den von Dr. Langner angeführten
vierten Baustein eingehen. Nämlich die eigenen Sparanstrengungen der
Stadt. Ich bin davon überzeugt, dass die Mitarbeiter der Verwaltung
aufmerksam jeweils ihren Bereich – auch im zweiten Jahr – überprüft
und kritisch begleitet haben. Für diese Arbeit, der Erstellung des
Haushaltes und der ständigen Überprüfung gilt unser Dank!
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Gleichwohl gilt, dass allen voran die Politik, eine
„klare Kante“ hinsichtlich der Einsparpotentiale zeigen müsste.
Darum mein ceterum censeo: GEBAG, Hafen, Stadtwerke, DVG, Klinikum,
TAM, Frischekontor und viele mehr haben nichts, aber auch gar nichts
im Jahre 2011 mit den Kernaufgaben einer Stadt zu tun. Wir brauchen
über städtische Gesellschaften keine Beteiligung am Atommülllager
Ahaus, noch bei der Verschrottung russischer Atom-U-Boote. Wer von
uns, sehr geehrte Damen und Herren, ist denn wirklich überrascht,
dass es Probleme mit der GEBAG gibt? Ich behaupte, dass niemand, der
sich auch nur annähernd in der Duisburger Kommunalpolitik bewegt,
überrascht darüber ist, dass Stück für Stück aufgrund des immer
strammeren Finanz-Korsetts genau die Unternehmen und Aktivitäten im
Fokus stehen, die sich schon seit Jahrzehnten überholt haben. GEBAG,
DBV, TAM – Es mag durchaus sein, dass Managementfehler vorliegen
könnten. Dies ist allenfalls das Symptom – nicht das eigentliche
Problem. Fragen Sie sich: Nach welchen Kriterien und aufgrund
welcher politischen angeblichen Notwendigkeiten wurde diese
Situation erst geschaffen? Diese Situationen kommen zustande, wenn
man sich z. T. parteiübergreifend darüber einig ist, dass
grundsätzlich Staatswirtschaft die einzige Lösung ist. Genau dann
bleibt nur noch „weggucken“ und „schweigen“, verbunden mit
ritualisierten Symbolhandlungen, übrig.
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Bemerkenswert auch dazu die hohe Disponibilität der
Grünen: Eine kurze Lesefrucht: „..Wie die Erfahrung der letzten
Monate gezeigt hat, bildet die vertrauensvolle Zusammenarbeit von
CDU und Bündnis 90/Die Grünen den notwendigen Kern für diesen
Politikwechsel nach 56 Jahren SPD Herrschaft. Mit der Zusammenarbeit
von CDU und Grünen ändert sich nicht bloß die althergebrachte
politische Farbenlehre in Duisburg.“ und weiter: „Die
Beratungen zum 10-Punkte-Papier für einen Politikwechsel in Duisburg
vor der Oberbürgermeister-Stichwahl manifestierten schließlich
endgültig, dass die
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Duisburger Interessen nur dann zum Zuge kommen, wenn
der erstarrten SPD vor Ort frischer Wind entgegengesetzt wird.
Duisburg braucht, so die gemeinsame Überlegung, einen Aufbruch, der
mit der SPD nicht zu machen ist.“ Soweit die Theorie der
Grünen über die Zusammenarbeit mit der SPD.
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Ja, sehr geehrte Damen und Herren, eine andere
politische Kultur und Politikverständnis wird auch nunmehr – ganz
aktuell - sofort eingeführt: Ich zitiere die Linke auf ihrer
Kreismitgliederversammlung: (Herr Dirkes 16.03.11,
Kreismitgliederversammlung): „Die LINKE hat das Recht auf die Stelle
des Planungsdezernenten“ usw… Nicht Vorschlagsrecht sondern das
Recht! Weiter im Zitat: „Das Dezernat V ist Kernbestandteil
der kommunalen Verwaltungsorganisation. Alles weitere – auch im
Hinblick auf städtische Beteiligungsbetriebe - werden wir in der
Kooperation kollegial diskutieren und entscheiden.“ Mit anderen
Worten: Wir werden Posten unter uns ausklüngeln, wie es die Stadt
schon lange nicht mehr erlebt hat. Dies ist die Botschaft!
-
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Sehr geehrte Damen und Herren, der Umbau der Stadt
zur Kolchose hat begonnen! Auf der einen Seite hat der Innenminister
die Aufgabe, die Linke über den Verfassungsschutz beobachten zu
lassen, auf der anderen Seite zimmert er in Duisburg ein
rot-rot-grünes Bündnis! Das ist ein Stück aus dem Tollhaus! Dies ist
nun gar nicht der Weg einer freien und demokratischen Partei.
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Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
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Anträge und Anfragen der FDP-Fraktion zur Sitzung des Stadtrates am 28. März
2011:
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Anfrage: Kostenersparnis
durch Netbooks für Mandatsträger?
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Anfrage zur
Ansiedlung zweier Möbelhäuser in Duisburg
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Antrag zu den
Haushaltsberatungen: Verkauf städtischer Anteile an der
Stadtwerke AG
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Antrag zu den
Haushaltsberatungen: Verkauf der städtischen RWE-Aktien
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Antrag zu den
Haushaltsberatungen: Verkauf des 51%igen Anteils am Klinikum
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Antrag zu den
Haushaltsberatungen: Verkauf der Anteile an der Hafen AG
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Antrag zu den
Haushaltsberatungen: Verkauf der städtischen Wohnungsgesellschaft
Gebag
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Antrag zum Erhalt
der PTA-Lehranstalt
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Lesen Sie hier die Rede von FDP-Ratsfrau
Betül Cerrah zum Erwerb eines 51%igen Anteils an der Evonik-Steag GmbH
durch ein Stadtwerke-Konsortium |
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6. September 2010 (Sondersitzung des
Stadtrates)
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Rede des
FDP-Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Bies:
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Stellungnahme der FDP-Fraktion im Rat der Stadt
Duisburg zu den tragischen Ereignissen auf der Loveparade
- Herr
Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, wir sprechen
den Angehörigen aller Toten und den Verletzten sowie ihrer
Angehörigen unser tiefes Mitleid und unsere tiefe Erschütterung
über dieses Unglück aus. 1,4 Millionen Menschen – so wurde uns
das glauben gemacht – sollten an diesem Tage einige unbeschwerte
Stunden verleben und mit dem Gefühl nach hause gehen, dass
Duisburg eine Stadt ist, die einen Besuch wert ist. Sie sollten
das Gefühl haben, dass es sich lohnt, stolz zu sagen: Ich war in
der schönen und lebenswerten Stadt Duisburg! Ich war bei dieser
schönen Feier in Duisburg dabei! Das Endergebnis dieser Idee ist
allen hier bekannt. Tote, verletzte, traumatisierte Menschen. Wir danken
allen Rettungskräften, den Polizeibeamten, der Feuerwehr und
auch allen Menschen, die mit seelischem und psychologischem
Beistand geholfen haben. Wir sind überzeugt, dass all
diejenigen, die sich direkt am Unglücksort eingesetzt haben
diejenigen sind, die an diesem Tage ihr Menschenmögliches getan
haben, um Menschen zu retten und zu helfen. Wichtig für mich
ist, dass man zunächst vor der eigenen Türe kehren soll, bevor
man mit dem Finger auf andere zeigt.
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- Ja! sehr
geehrte Damen und Herren, wir – ich – habe für die Loveparade
gestimmt.
- Ja! Ich habe
die Loveparade als eine Chance für das Image der Stadt gesehen.
- Ja! Wir
haben uns Sorgen um die Finanzierung gemacht.
- Ja! Ich
habe, wie alle anderen, als Drucksache und auch aus den
Zeitungen die sogenannten Zu- und Ablaufwege zur Kenntnis
genommen.
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- Ich brauchte
mir keine Sorgen über die Sicherheit und Massenbewegungen zu
machen, da mir ja mitgeteilt wurde, dass die Besucherströme
auseinandergezogen werden und weitere Nebenbühnen schon dafür
sorgen, dass es nicht zu Komplikationen kommt - und selbst wenn,
stand immer noch eine gesperrte A59 bereit. Ich brauchte
mir keine Sorgen über Menschenströme zu machen, da diese ja
sogar mit professoralem Segen alle unproblematisch zu sein
schienen. Und wahrlich
nicht zuletzt, ist die Verwaltung an Gesetz und Recht gebunden.
Dies sollte bei unseren deutschen Vorschriften dann nun, ohne
Anlass, wirklich keine Bedenken auslösen.
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- Also stellt
sich die Frage, was hätte mich oder sogar den ganzen Rat
veranlasst die „Notbremse“ zu ziehen? Warnende Zeitungsartikel
über die Sicherheit im oder am Tunnel? – Fehlanzeige – Die
Zeitungen druckten die Laufwege ab; Ein Brief der Polizei an die
Politik? Ein Brief der Feuerwehr an die Politik? Maileingänge? Und
genau an dieser Stelle trennt sich das Wissen oder Unwissen des
Oberbürgermeisters von allen anderen Mitgliedern des Rates.
Der Oberbürgermeister ist Chef der Verwaltung, also der Herr der
Akten; jedenfalls begründet er seinen Nicht-Rücktritt damit. Wie
hat den der Herr der Akten auf den Vermerk reagiert als es im
Vorfeld hieß „…dies entspricht keinem geordneten
Verwaltungsverfahren“? Selbst nachdem dieser Vermerk in der
Presse aufgetaucht ist, dauerte es einige Tage, bis die
Verwaltungskonferenz eine Sprachreglung notdürftig
zusammengezimmert hatte. Im Sinne von „ das ist bei Projekten
üblich“.
-
- Seine
Stärke ist auch gleichzeitig seine größte Schwäche:
„Bauchentscheidungen“!
- Ich möchte
mich an dieser Stelle auch in aller Deutlichkeit von denjenigen
Distanzieren, die zur Gewalt aufrufen, Hetzkampagnen fahren und
den Oberbürgermeister in einer „Kreuzigt-Ihn-Mentalität“
angehen. Der Tiefpunkt dieser Mentalität war für mich erreicht,
als ich den Aufmacher in einer Zeitung las, die immer fordert,
dass man sich seine Meinung bilden sollte. In der Frage über die
Schuld oder Unschuld haben Gerichte und niemand sonst das letzte
Wort besonders nicht bei denen mir, aufgrund Ihrer Schreib- und
Denkweise nur noch Begriffe aus der Medizin einfallen. Ebenso
gilt für uns – das eine Rücktrittsforderung und ein Rücktritt
keinesfalls andere Personen entlastet! Die politische
Entlastung, sehr geehrte Damen und Herren kann auch nicht das
beste Auftragsgutachten ausräumen. Deshalb
hier, nur eine kurze Einschätzung der uns vorliegenden Papiere:
Die Gesamtplanung des Sicherheitskonzepts enthält nach unserer
Einschätzung eine Planungslücke, die sich auf den Abschnitt von
den Einlassstellen durch den Karl-Lehr Tunnel bis zu den Rampen
als Zu- und Abgang zum eigentlichen Veranstaltungsgelände
erstreckt. Zuständig für diesen Bereich war die Stadt Duisburg,
da die Abgrenzung der Nutzungsflächen den Tunnelbereich nicht
zum Veranstaltungsgelände zuordnete. Die Planungslücke und der
Eintritt des Ereignisses genau an dieser Stelle im
vorhersehbaren kritischen Zeitfenster ist wohl auch eine
Begründung für Probleme der Koordination bestimmter Abwehr- und
Rettungsmaßnahmen. Soweit zum Auftragsgutachten. Der
Oberbürgermeister war nicht zimperlig, wenn es um
Fragestellungen bezüglich seines Rücktritts geht. Seine Wortwahl
möchte ich nun auf diesen Bericht anwenden: „Das kannste in die
Tonne kloppen“.
-
- …Warum
dieser Bericht dem Rat der Stadt nicht hilfreich ist, darauf
möchte ich jetzt eingehen. Sehr geehrte Damen und
Herren,nochmals: wir haben nicht über Schuld oder Unschuld zu
befinden. Schuld setzt voraus, dass der Oberbürgermeister
Sauerland gegen Normen verstoßen hat. Das wird zu klären sein.
Verantwortung ist die Bereitschaft beziehungsweise Pflicht für
eigene oder fremde Handlungen im eigenen Bereich die Folgen zu
tragen. Darum möchte ich auch den Fokus nicht auf die Situation
vor der Loveparade richten, sondern vor allem auf die Situation
danach. Fast
stündlich tauchten in der ersten Woche in der Presse neue
verwaltungsinterne Dokumente auf, die den Schluss nahelegten,
dass innerhalb der Verwaltung durchaus erhebliche Bedenken gegen
die Veranstaltung vorlagen. Nur beispielhaft sei hier das
Dokument des BG Dressler erwähnt, der einerseits vermerkte, dass
er die Verantwortung für sein Dezernat nicht übernehmen könne;
andererseits hat das („sein“) Bauordnungsamt als Kontrollbehörde
dennoch genehmigt. Als ein weiteres Beispiel kann ich anführen,
dass der Oberbürgermeister am Tage der Loveparade von über einer
Million Menschen gesprochen hat, aber wie inzwischen bekannt,
weder diese Zahlen stimmten noch die Genehmigung dafür vorlag.
Fast nebenbei bemerkt: Wieso tauchen die Unterlagen überhaupt
nach wenigen Stunden überall auf? Hatte die Verwaltungsspitze
„Tag des offenen Archivs“? Ich
wiederhole: Verantwortung ist die Bereitschaft beziehungsweise
Pflicht für eigene oder fremde Handlungen die Folgen zu tragen.
Hier blieb wieder die Verantwortung auf der Strecke. Stichwort
Kondolenzbriefe: Wer hat da die Pflicht übernommen, für fremde
Handlungen in der Verwaltung die Folgen zu Tragen? Nein, „Der
Bürgermeister hat es zum Zeitpunkt nicht gewusst“ hörten wir mit
einiger Verzögerung.
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- Neben all
diesen Dingen hat mich ein persönliches Schicksal sehr betroffen
gemacht: Uns erreichte ein Anruf eines Angehörigen eines
verstorbenen Opfers am 3. August. Er hat versucht, die
Stadtverwaltung zu kontaktieren, um zu erfahren, wie der
Rücktransport der Verstorbenen durch die Stadt erfolgen sollte.
Diese Telefonate
wurden zu einer langen Tortur. Zunächst war lange Zeit niemand
zu erreichen und es wurde die Zuständigkeit zwischen Büros und
Ämtern hin- und hergeschoben.
Im OB-Büro wurde zunächst lange mit einem
Mitarbeiter diskutiert, ohne dass er seinen Namen nannte, dann
darüber, dass es fast namensgleiche Mitarbeiter gäbe. Es wurde
z.B. erklärt, dass die Stadt sich aus datenschutzrechtlichen
Gründen nicht an die Angehörigen wenden könne. Das Rechtsamt
erklärte, dass die Stadt die Kosten für den Rücktransport der
Toten, wegen des Haushaltssicherungskonzeptes, nicht übernehmen
dürfe. Ohne die Zustimmung der Bezirksregierung könne die Stadt
hier nicht helfen. In einem weiteren Amt erklärte sich die Stadt
für „nicht zuständig“ für den Rücktransport der Toten. Die Stadt
habe zudem den Angehörigen keine Kondolenzbriefe geschrieben,
weil sie die Gefühle der Hinterbliebenen nicht verletzten wolle.
Erst als er sich an das NRW-Innenministerium und die
Staatskanzlei gewendet hat, wurde ihm zugehört, schnell geholfen
und ihm ein Seelsorger an die Seite gestellt.
- Auf
persönlichen Wunsch des Hinterbliebenen habe ich den Sachverhalt
bislang nicht öffentlich gemacht. Dieser hat aber anlässlich
dieser Sitzung sein Einverständnis erklärt.
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- Es stellt
sich die Frage, was hat die Stadtspitze überhaupt nach der
Katastrophe richtig gemacht? Der Erfolg
eines Krisenmanagers war von begrenzter Natur. Dazu gehört wohl
auch nicht, im ersten Anlauf, der Umgang mit den
Hinterbliebenen. Zum
Krisenmanagement haben wir die Stellungnahme des BG Dressler:
Demnach vermisst er eine geordnete Verwaltungsführung und
spricht im Zusammenhang mit der Loveparade-Katastrophe von einem
untauglichen Krisenmanagement der Verwaltungsführung. Der
Oberbürgermeister hat zu dem einfachen Wort „Entschuldigung“
eine sehr differenzierte Meinung: Er sagt: „diese wäre
gleichbedeutend mit einem Schuldeingeständnis“. So so. Darüber
hinaus, sehr geehrte Damen und Herren, dürfen wir hören, dass
„die Kommune die Akten geöffnet hat“ und zudem, dass sich der
Oberbürgermeister dem „gemäß der Gemeindeordnung für das Land
NRW vorgesehenen Abwahlverfahren“ stellen wird. Hier fällt mir
nur noch der Begriff „Fremdschämen“ ein.
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- Zuletzt
bleibt die Frage offen, was geschieht bei dieser Halsstarrigkeit
weiter? Welche Szenarien werden sich abspielen? Ab wann wird der
Oberbürgermeister selber eine Veranstaltung verlassen? Wenn
einer von Hundert geht? Wen 49 oder 51 von Hundert gehen? Wie
laut müssen eigentlich Pfeifkonzerte sein? Welcher Mäzen dieser
Stadt muss sich unter einem 4-Augen-Gespräch von ihm abwenden?
Oder der Gedanke, den eine Zeitung am Wochenende aufgegriffen
hat: Welcher Investor braucht bei seiner Einweihungen,
Grundsteinlegungen usw. ein gegen den Oberbürgermeister
gerichtetes Publikum und einen mehr als die Hälfte gegen ihn
gerichteten Rat? Wird er den Weihnachtsmarkt eröffnen und über
christliche Tugenden reden? Das, sehr
geehrte Damen und Herren, sind Fragen, die kein
Auftragsgutachter abnehmen kann. Das sind Fragen die
höchstpersönlicher Natur sind; die sie vor sich selbst
beantworten müssen.
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- Sehr
geehrter Herr Oberbürgermeister, ich werde nicht einen Moment
ihre Verdienste für diese Stadt, die Sie bis zum Tage der
Loveparade erworben haben, in Frage stellen. Sie haben sich
bürgernah für diese Stadt engagiert. Sie sind aber nie wieder
der Adolf Sauerland, der „kumpelig“ und „hemdsärmlig“ für diese
Stadt gearbeitet hat. Sie könnten allenfalls diese Rolle nur
noch schauspielern.
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- Deshalb
die Bitte an viele, aber an Sie ganz besonders: Ersetzen Sie die
Stelle, in Ihrem Kopf und in Ihrem Herzen, bei denen Ihre
Gesinnung sitzt, durch Verantwortung.
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- 27. August 2010
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FDP
unterstützt das OB-Abwahlverfahren
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Die Duisburger FDP-Fraktion
unterstützt das Abwahlverfahren gegen Oberbürgermeister Adolf
Sauerland. Die Ratsmitglieder sind nun per Unterschrift einem
partei- und fraktionsneutral formulierten Antrag beigetreten und
unterstützen somit die Forderung, dass die Bürgerinnen und
Bürger der Stadt, über den Verbleib des Oberbürgermeisters
entscheiden sollen.
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Der FDP-Fraktionsvorsitzende
Wilhelm Bies hatte den Oberbürgermeister bereits vor Wochen zur
Übernahme der politischen und moralischen Verantwortung durch
seinen Rücktritt aufgefordert, was dieser allerdings bisher
ablehnt. Betont hatte die FDP bei ihrer Rücktrittsforderung
steht’s, dass damit keine juristische oder gar persönliche
Schuld des Oberbürgermeisters verbunden sei. Diese muss von
Staatsanwälten und Gerichten beurteilt werden.
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Dennoch gibt es schon jetzt
deutliche Hinweise, dass Adolf Sauerland zu jeder Zeit über alle
Planungen zur Loveparade informiert war und demnach auch von den
großen Sicherheitsbedenken einiger Verwaltungsmitarbeiter
gewusst haben muss. Hat er sich über diese hinweggesetzt, trifft
ihn die Schuld für die Katastrophe direkt, wusste er tatsächlich
nichts von diesen Bedenken, muss man feststellen, dass er
offenbar nicht weis, was im
Rathaus vor
sich geht, er also seiner Aufgabe als Verwaltungschef nicht
gerecht werden kann. Auch in diesem Fall wäre ein Rücktritt vom
Amt des Oberbürgermeisters der Stadt die logische Konsequenz.
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So oder so, ein
Oberbürgermeister trägt als oberster Dienstherr die
Verantwortung für alle Vorgänge, die in der Stadt und seiner
Verwaltung geschehen. Und so wie er sich bei positiven
städtischen Ereignissen rühmen und ehren lassen kann, so hat er
bei schlimmen Angelegenheiten die unrühmlichen Konsequenzen zu
tragen. Und wenn er dazu nicht bereit ist, dann muss man ihn an
diese Pflicht erinnern und gegebenenfalls, zusammen mit den
Bürgern, bei dieser Entscheidung helfen.
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Viele Bürger haben den Rücktritt
oder die Abwahl des Duisburger Oberbürgermeisters bereits
gefordert, was zuletzt durch eine Übergabe von ca. 10.000
Unterschriften einer Bürgerinitiative deutlich geworden ist.
Ebenso deutlich sprechen sich Bürger aber auch für den Verbleib
von Adolf Sauerland im Amt aus. Da wäre es nach Meinung der
FDP-Ratsfraktion nur konsequent, wenn der Oberbürgermeister sich
dem Votum der Bürgerinnen und Bürger stellt. Und diese
Möglichkeit möchten die FDP-Ratsmitglieder mit ihrem Antrag zur
Einleitung eines Abwahlverfahrens eröffnen. Immerhin wäre es ja
auch möglich, dass eine Mehrheit der Bürger dem amtierenden OB
beisteht und ihn im Amt bestätigt, also ist dies auch eine
Chance für Adolf Sauerland, die er nutzen sollte.
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Für die FDP-Ratsfraktion steht
indes fest, dass Oberbürgermeister Sauerland, auch wegen seiner
Vorgehensweisen nach dem Unglück, keinesfalls einfach im Amt
verbleiben und gleichzeitig die Stadt wieder zur Normalität
zurückfinden kann. Daher fordert die FDP-Ratsfraktion auch alle
anderen Mitglieder des Stadtrates dazu auf, sich dem Antrag zum
Abwahlverfahren des OB´s anzuschließen und durch das Ergebnis
des Bürgervotums einen ehrlichen Neuanfang in der Stadt zu
ermöglichen.
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- 3. August 2010
- Die
FDP-Fraktion hat eine Sondersitzung des Rates der Stadt Duisburg
(möglichst am 30. August 2010)
beantragt
. Beratungsgegenstand soll das Thema „Organisation,
Durchführung und Folgen der Loveparade am 24. Juli 2010“ sein.
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- Zu dieser Sitzung hat die
Duisburger FDP-Fraktion folgende Anfrage gestellt:
- Mit 21 Toten und
über 500 Verletzten bei der Loveparade am 24.07.2010 ist eine
entsetzliche Tragödie zu beklagen. Neben der wichtigen Hilfe für die
Opfer, Hinterbliebenen, Helfer und Augenzeugen bedarf es der
lückenlosen Aufarbeitung und Aufklärung. Dies kann nur auf einer
umfassenden Tatsachengrundlage mittels detaillierter Fakten und
Antworten geschehen. Deshalb hat die FDP-Fraktion folgende Fragen:
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- 1.
Wann wurden
durch welche zuständigen Behörden welche erforderlichen
Genehmigungen für die Loveparade 2010 erteilt?
- 2.Trifft
es zu, dass Genehmigungen erst zeitlich unmittelbar vor der
Loveparade erteilt wurden und was war der Grund hierfür?
- 3.Trifft
es zu, dass in den Genehmigungen unübliche Ausnahmen zugelassen
wurden, wie der Verzicht auf Feuerwehrpläne oder die Unterschreitung
der erforderlichen Fluchtwegausgangsbreiten?
- 4.Welche
Sicherheitsauflagen an den Veranstalter sahen die Genehmigungen vor?
- 5.Wann
erlangten andere am Sicherheitskonzept Beteiligte - wie etwa die
Polizei - von dem Inhalt der Genehmigung einschließlich der
Ausnahmegenehmigungen und etwaiger Auflagen Kenntnis?
- 6.Trifft
es zu, dass in Dortmund und Essen bei den letzen
Loveparade-Veranstaltungen bei Eingängen von 200 bis 300 Meter
Breite bereits Staus entstanden sind? Wie wird vor diesem
Hintergrund die Breite von nur 16 m des Tunnels in Duisburg
bewertet?
- 7.Welche
Auflage in den Genehmigungen gab es an den Veranstalter als
beschränkt haftende GmbH, die Veranstaltung in welcher Höhe gegen
Personenschäden von Besuchern zu versichern?
- 8.Wie
sah das Sicherheitskonzept für die Loveparade 2010 und insbesondere
den Tunnel / die Rampe aus?
- 9.Wann
fand auf Arbeitsebene das erste Gespräch zur Erstellung eines
Sicherheitskonzepts mit welchen Beteiligten statt? Wie viele weitere
Gespräche fanden statt? Wann war das Sicherheitskonzept vollständig
erstellt?
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10.Welche
Rolle fällt dem Beigeordneten Dressler zu? Einerseits hat er
vermerkt, die Verantwortung für diese Veranstaltung könne sein
Dezernat nicht übernehmen, andererseits hat das Bauordnungsamt als
Kontrollbehörde dennoch genehmigt. Wer hat hier wann wem welche
Weisung erteilt?
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11.Wurde
"Einvernehmen" zwischen dem Veranstalter und den für Sicherheit oder
Ordnung zuständigen Behörden, insbesondere der Polizei, der
Brandschutzdienststelle und den Rettungsdiensten über das
Sicherheitskonzept erzielt? Wer hat das Sicherheitskonzept für
welche zu beteiligende Behörde und Stelle nach außen förmlich und
intern jeweils als ausreichend - etwa durch Unterschrift -
akzeptiert, bevor die Veranstaltung formell genehmigt wurde? Haben
Polizei, Feuerwehr oder sonstige Dritte insoweit konkrete Bedenken
geäußert? Und wenn ja, in welcher Form und wem gegenüber?
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12.Inwieweit
war es für Polizei oder Feuerwehr möglich, durch ein "Veto" bzw.
einen Gang an die Öffentlichkeit wie in Bochum im Jahr 2009 die
Veranstaltung zu verhindern bzw. eine örtliche Verlegung zu
erreichen?
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13.Wie
wird der Umstand bewertet, dass das Datum der Genehmigung der
Loveparade durch die Stadt Duisburg am 21.07.2010 einen Tag früher
datiert ist als das Brandschutzkonzept als Teil der Genehmigung vom
22.07.2010?
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14.Zu
welchen Zeitpunkten wurde seitens welcher Verantwortlicher aus
welchen Gründen über die Absage der Loveparade nachgedacht bzw. dies
gefordert?
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15.Trifft
es zu, dass das Veranstaltungsgelände 125.000 m² groß war und
demnach eine Genehmigung für 250.000 Besucher gleichzeitig
zugelassen wurde? Wenn ja, was war der Grund der
Genehmigungsbehörde, die Genehmigung auf 2 Besucher pro m² zu
begrenzen?
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16.Bei
anderen Loveparaden wie in Dortmund und Essen waren über eine
Millionen Besucher. Was sah das Sicherheitskonzept für den
absehbaren Fall vor, dass das Gelände wegen Überfüllung geschlossen
werden müsste und eine große Zahl weiterer "Raver" noch durch den
Tunnel dorthin gelangen will?
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17.Gehörten
der Bereich der beiden Tunnel und die Rampe noch zum
Veranstaltungsgelände oder zu den Zu- und Abwegen? Wer war hier nach
dem Sicherheitskonzept bzw. sonstigen Regelungen für welche
Sicherheitsmaßnahmen mit welcher Anzahl von Kräften verantwortlich?
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18.Gab
es eine Videoüberwachung im Tunnel? Wenn ja, wie viele Kameras, wo
und durch wen beobachtet? Wenn nein, warum nicht?
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19.Gab
es Rückstausperren, um einen geregelten und zahlenmäßig steuerbaren
Zufluss in den Tunnel zu ermöglichen? Wenn ja, wie viele, wo und wem
oblag grundsätzlich die Entscheidung, welche Anzahl an Besuchern
dort durchgelassen werden?
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20.Wer
war für die Zuflussregulierung der Besucher in den Tunnel
verantwortlich, Polizei oder Sicherheitskräfte des Veranstalters?
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21.Wer
hatte konkret die Entscheidung darüber, ob der Haupteingang und
Nebeneingänge zum Gelände geschlossen und geöffnet wurden
(Einsatzleiter der Polizei, Veranstalter, Sicherheitskräfte des
Veranstalters, etc.)?
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22.Wer
hat wann im Vorfeld auf die Ungeeignetheit des engen Tunnels bei den
zu erwartenden Menschenmassen als Zu- und Abweg hingewiesen? Trifft
es zu, dass Lokaljournalisten, die die Örtlichkeiten kannten, Kritik
auf Pressekonferenzen äußerten und dass Polizei und Feuerwehr ein
anderes Konzept vorlegten, das die Sicherheit der
Love-Parade-Besucher gewährleistete – ohne Nadelöhr-Situation? Gibt
es ein Schreiben des Direktors der Berufsfeuerwehr hierzu und was
war der Inhalt? Welche Alternativen zur Tunnellösung gab es im
Vorfeld und warum wurden sie verworfen bzw. die Tunnellösung
gewählt? Stimmt es, dass Stadtverwaltung und Veranstalter gegen
Alternativkonzepte ihr Veto eingelegt haben und das mit "Mehrkosten"
begründet haben?
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23.Warum
gab es keine Trennung der zu- und abfließenden Besuchermassen im
Bereich Rampe und Tunnel, wenn seitens des Veranstalters mit einem
hohen Durchlauf der Besucher gerechnet wurde?
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24.Welches
Szenario / welchen Krisenplan gab es für eine mögliche Massenpanik
auf dem Zu- und Abweg Tunnel / Rampe. Gab es einen Evakuierungsplan
für den Tunnel und wenn ja, wie sah dieser aus? Wie viele und wo gab
es genau Rettungswege aus dem Tunnel / von der Rampe und welche
Breite hatten diese jeweils einzeln und insgesamt?
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25.Wer
hatte die Entscheidung darüber, ob und inwieweit Fluchtwege im
Tunnel oder auf der Rampe geöffnet werden (Polizei oder
Sicherheitskräfte des Veranstalters)?
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26.Welche
maximale stündliche Durchlaufkapazität hatten die Tunnel und die
Rampe als einziger Zu- und Abweg?
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27.Welche
maximale stündliche Durchlaufkapazität hatte der Duisburger
Hauptbahnhof?
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28.Trifft
es zu, dass der Experte Michael Schreckenberg im Vorfeld an der
Erstellung des Sicherheitskonzepts oder an Evakuierungsplänen in
irgendeiner Weise beteiligt war oder die Stadt Duisburg oder den
Veranstalter ansonsten beraten hat? Wenn ja, in welcher Funktion
(als Lehrstuhlinhaber, in Zusammenarbeit mit der TraffGo Ht GmbH mit
Sitz in Duisburg, für die Firma Vabeg, etc.)? Hat er dem
Sicherheitskonzept hinsichtlich des Tunnels sein OK gegeben und
unter welchen Auflagen / Bedingungen? Wie werden seine Aussagen
unmittelbar nach der Tat bewertet, in denen er von "individuellem
Fehlverhalten" spricht und meint, der Tunnel sei groß genug gewesen?
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29.Welche
Rolle spielte die Begutachtung durch die TraffGO, die laut eigener
Angabe aus dem Lehrstuhl von Herrn Schreckenberg hervorgegangen ist,
bei der Erarbeitung des Sicherheitskonzepts und warum lag die sog.
Entfluchtungsanalyse erst am 20.07.2010 vollständig vor?
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30.Welche
Rolle spielte die Vabeg-Eventsafety, in dessen Beirat Herr
Schreckenberg neben dem Geschäftsführer der TraffGO, Herrn Klüpfel
sitzt, bei der Erstellung des Sicherheitskonzepts bzw.
entsprechender Gutachten?
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31.Welche
Rolle spielte das Brandschutzkonzept der Firma ökotec fire & risk
und warum lag dieses erst am 22.07.2010 vor?
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32.Wer
hat die Zahl der auf dem Gelände befindlichen Besucher wo
mengenmäßig erfasst und wie und durch wen sollte der Zulauf
reguliert werden bzw. wurde er reguliert?
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33.Der
Veranstalter hat gegen 14 Uhr am Paradetag in einem Fernsehinterview
(Focus-TV) davon gesprochen, dass bereits gut 1 Mio. Menschen auf
der Parade seien. Später sprach der Oberbürgermeister stolz von rund
1,4 Mio. Menschen. Der kommissarische Polizeipräsident von Duisburg
hat später nach der Tragödie diese Summe als rein rechnerisch für
unmöglich bezeichnet und nennt als einzig belastbare Zahl eine
Beförderungszahl des VRR von 105.000 zwischen 9 und 14 Uhr. Die
Parade startete indes erst um 14 Uhr. Trifft es zu, dass sich auf
dem Gelände nach 14 Uhr entgegen der Genehmigung mehr als 250.000
Besucher befanden? Wie viele Besucher befanden sich nach Angaben der
Polizei sowie (ggf. abweichend) des Veranstalters am Tag der
Loveparade 2010
- a) auf
dem Veranstaltungsgelände,
- b) in
den Tunneln
- c) im
Bereich auf der Rampe und
- d) im
sonstigen Bereich um das Gelände (Bereich Bahnhof und Wege zwischen
dem Bahnhof und den beiden Tunneln)
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34.Wer
hat die Zahl der in die beiden Tunnel einfließenden Besucher wo
erfasst und wie und durch wen sollte der Zulauf reguliert werden
bzw. wurde er reguliert?
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35.Wann
und durch wen wurde das Schließen des Haupttors oberhalb der Rampe
wegen "Überfüllung" verfügt? Wie viele Besucher befanden sich zu
diesem konkreten Zeitpunkt auf dem Veranstaltungsgelände?
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36.Trifft
es zu, dass aufgrund der Besucherzahl von Essen und Dortmund (gut
1,6 Mio. Besucher) und dem schönen Wetter mit über 1. Mio. Besucher
zu rechnen war und die genehmigte Zahl von Besuchern in krassem
Gegensatz zu den Erwartungen interner Planungsrunden standen?
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37.Trifft
es zu, dass das Verkehrskonzept für die Loveparade auf rund 750.000
Besucher ausgelegt war und danach 700 Sonderzüge mit einer Kapazität
zwischen 800 und 1300 Fahrgästen bereitgestellt wurden bzw. werden
sollten?
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38.Wurde
die Öffentlichkeit, die Presse und/oder dem kommissarischen
Polizeipräsidenten vor der Loveparade-Veranstaltung darüber
informiert, dass das Gelände lediglich für 250.000 Besucher
genehmigt war? Wenn ja, wann und durch wen? Wenn nein, warum nicht?
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39.Trifft
es zu, dass der Veranstalter von einem Sponsor einen
Sponsoringbetrag pro Besucher erhalten hat, so dass insoweit ein
Interesse an einer möglichst hohen Besucherzahl bestand?
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40.Wie
viele Kräfte des Ordnungsdienstes waren am Veranstaltungstag im
Einsatz? In welchen Bereichen waren sie in welcher Anzahl
eingesetzt, aufgeschlüsselt nach Veranstaltungsgelände, Bereich
Tunnel, Rampe und Bereich außerhalb dieser beiden Bereiche bis zum
Bahnhof.
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41.Warum
wurde an der "Tunnellösung" festgehalten? Welche alternativen Wege -
etwa über die sowieso gesperrte A 59 oberirdisch - wurden im Vorfeld
erörtert? Welchen Mehraufwand an Personal, Absperrmaßnahmen, etc.
und welche Mehrkosten hätte dies bedeutet?
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42.In
welchem Abstand von der Rampe / dem Tunnel waren im Zeitpunkt der
Tragödie die nächsten Rettungskräfte in welcher Anzahl stationiert?
Wo gab es abgesperrte Wege für Rettungsfahrzeuge im Tunnel / auf der
Rampe oder wie sollten diese im Falle eines Einsatzes in welcher
Zeit planmäßig dorthin gelangen?
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43.Wo
gab es im Tunnel abgesperrte Freiflächen, die bei zu großem
Menschendruck bzw. für Menschen mit Kreislaufproblemen geöffnet
werden konnten?
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44.Zu
welchem Zeitpunkt war der als "Nadelöhr" bezeichnete Bereich der
Tunnelausgänge zur Rampe und die untere Rampe - vermutlich aufgrund
des Gegenverkehrs von verlassenden Besuchern oberhalb der Rampe -
überfüllt? Welche Maßnahmen und Weisungen wurden durch wen daraufhin
als lageangepasste Reaktionen angeordnet, um eine weitere
Überfüllung des Bereichs "Tunnelsausgänge zur Rampe und unterer Teil
der Rampe" zu verhindern bzw. den überfüllten Bereich in notwendigem
Umfang zu entleeren bzw. die entstandenen gefährlichen
Massenbewegungen in Richtung Treppe und Container zu stoppen?
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45.Kann
als maßgeblicher Faktor für die Enge auf der unteren Rampe angesehen
werden, dass nicht nur aus beiden Tunneln ankommende Besucher auf
die Rampe drängten, sondern bereits verlassende Besucher vom
Haupteingang auf die Rampe strömten? Laut Zeugenaussagen sollen die
Notausgänge oberhalb der Rampe erst nach 18 Uhr durch die Polizei
geöffnet worden sein, als es schon zu spät war. Trifft dies zu?
-
46.Auf
welchem Weg haben Polizei und private Sicherheitskräfte/Ordner
miteinander kommuniziert? Trifft es zu, dass es keinen permanenten
Funkkontakt unter den Einsatzkräften gegeben hat?
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47.Waren
in den beiden Tunneln und auf der Rampe Lautsprecher angebracht,
über die die Besucher angesprochen und informiert werden konnten
sowie Weisungen erteilt werden konnten? Wenn ja, wer konnte hierüber
Durchsagen tätigen? Wenn nein, warum nicht?
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Sitzung des
Stadtrates am 22. März 2010
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Haushaltsrede des FDP-Fraktionsvorsitzenden Wilhelm
Bies
-
zum Haushaltsentwurf und zum
Haushaltssicherungskonzept 2010
-
- Herr
Oberbürgermeister,
- sehr geehrte
Damen und Herren,
- formal gesehen,
diskutieren wir heute über einen Haushalt, der nicht
genehmigungsfähig ist, ein Sparpaket, von dem kein Mensch weiß, ob
es jemals umgesetzt wird und als Höhepunkt operieren wir mit Zahlen,
die man bei freundlicher Beschreibung als kreativ bezeichnen kann.
Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist medial gut vermarktbare
Symbolpolitik. Heute schaffen wir – mit welcher Mehrheit auch immer
– kraft unserer Durchschlagskraft, für Duisburg den Solidarbeitrag
ab! Donnerwetter! Wir gehen nach
Hause mit dem Wohlgefühl, Vereine, Kultur, Sport und viele Dinge
mehr gerettet zu haben. Das Leben ist schön! Sollte es im Nachhinein
doch noch den einen oder anderen unklaren Punkt geben, kann man ja
auf die Bezirksregierung zeigen, die dann, ab Mai, diese Briefe an
den Landtagsabgeordneten Büssow weiterleiten wird… Soweit die
formalen Aussichten eines beschlossenen Haushalts.
-
- Eine einfache
Wahrheit ist aber: Die Landtagswahlen stehen vor der Tür! Im Land
ist Rot-Rot-Grün als das höchste Ziel ausgerufen. Als Zusatzparole
gilt: „Der Zweck heiligt die Mittel“. Folgerichtig lässt sich die
SPD in Duisburg nicht lumpen und möchte sich gerne als
Vorzeigeschüler hervortun. Was wir hier heute zu sehen bekommen,
sehr geehrte Damen und Herren, das ist ja nicht ein Zusammenschluss
derjenigen, die tatsächlich etwas an der Haushaltsmisere ändern
können. Das ist klar. Der Haushalt ist nicht genehmigungsfähig. Es
geht in Wirklichkeit darum, die Erben Honneckers, die SED
Nachfolgepartei endgültig salonfähig zu machen. Zitat aus dem
Verfassungsschutzbericht NRW: „In Nordrhein-Westfalen liegen
weiterhin tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht
linksextremistischer Bestrebungen im Sinne des § 3 Abs. 1 Nr. 1 VSG
NW vor. Auch die nach dem Beitritt der WASG verabschiedeten, derzeit
gültigen programmatischen Grundsatzdokumente schaffen keine Klarheit
hinsichtlich der Vereinbarkeit der politischen Ziele der Partei 'DIE
LINKE.' mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.“ Etwas
später heißt es: „… die Partei die Linke hat den demokratischen
Verfassungsboden noch nicht erreicht.“.
-
- Sehr geehrte
Damen und Herren, es handelt sich eben nicht um eine nett – bis
naive Gruppe, die zwischendurch mal etwas skurrile Anträge im Rat
stellt. Herr Mettler, Sie sind als Fraktionsvorsitzender dafür
verantwortlich, dass die Büchse der Pandorra geöffnet wird. Wenn Sie
mir nicht glauben, dann hören Sie wenigstens auf Willy Brand, der
einst ausführte: „Die Demokratie ist uns keine Frage der
Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit.“ und zudem sagte er: „Man
kann heute nicht Demokrat sein, ohne Antikommunist zu sein“. (Willy
Brand) Mit Blick auf
die Grünen lassen sie mich nur ein Schlaglicht aus dem „Green New
Deal“ zitieren, damit jedem klar ist, wohin dort die Reise geht:
Zitat: „Unser Ziel ist ein nordrhein-westfälisches Netz von
Wildnisflächen.“ – Zitat Ende. Das dieses Ziel in Duisburg erreicht
wird, sehr geehrte Damen und Herren, daran wird ja heute aktiv mit
den Steuererhöhungen gearbeitet und Deindustrialisierung soll das
Ziel sein.
-
- Wir freien
Demokraten setzen hingegen weiterhin auf Demokratie, persönliche und
wirtschaftliche Freiheit. Unser sittlicher Kompass sagt uns klar,
-
wir finanzieren
keine faktisch städtischen Kneipen, keine sinnentleerten
Gesellschaften auf Kosten derjenigen, die morgens zur Arbeit gehen
und persönlich mit Haus und Hof haften.
-
Wir werden keine
Unternehmen mit Würgesteuern aus Duisburg verjagen.
-
Wir werden uns nicht
daran beteiligen, auch nur die kleinste Entlastung des Steuerzahlers
mithilfe einer neuen kommunalen Steuer wieder wegzunehmen. In dem
gemeinsamen Antrag der SED-Nachfolgepartei, den Grünen und der SPD
werden unter Punkt 1 alle Positionen abgelehnt, die im weitesten
Sinne die Bürger direkt und unmittelbar betreffen. Dies klingt auf
Anhieb erst einmal gut. (Nebenbei: Selbstverständlich unter
Beibehaltung der Privilegien des Rates und unter strengster
Ausklammerung von Verfügbarmachung privaten Kapitals.)
-
- Das
grundsätzliche Missverständnis der Antragsteller liegt darin, indem
sie mit dem Antrag „Freibier und Reichtum für Alle“ rufen, und
gleichzeitig meinen, sie würden eine aufbauende Wirtschaftspolitik
in Duisburg betreiben. Die einfache Wahrheit ist, dass diejenigen
für die Zeche aufkommen sollen, die ohnehin schon über die Maßen
belastet sind. Selbst -
unterstellt – verschiedene Punkte würden auch unsere Zustimmung
erhalten - , so bleibt es doch dabei, dass diese Positionen nur
dadurch kompensiert werden, indem den Duisburger Bürgern auf der
anderen Seite genau dieser Betrag wieder aus der Tasche gezogen
wird. Diese Deckung
hätte man völlig ohne Belastung z.B. mit dem Verkauf der RWE Aktien
bewerkstelligen können. Aber, wie schon erwähnt –
Privilegienverzicht ist schon so eine Sache… Und wieder halte
ich Ihnen die Maßnahmen vor, die zu einer deutlichen und wirksamen
Entschuldung der Stadt führen. GEBAG, Stadtwerke, Hafen, DVG,
Klinikum, TAM, Frische Kontor sind nur einige Vorschläge aus der
langen Liste derjenigen Unternehmen, die dringend auf den Prüfstand
gehören. Aber es sei noch mal erwähnt – Privilegienverzicht ist
schon so eine Sache…
-
- Sehr geehrte
Damen und Herren, diese Misere um den Haushalt ist, trotz aller
berechtigten Rufe der Konnexitätsverletzung, auch in erheblichen
Teilen selber gemacht. Mit dem gemeinsamen Antrag der Kommunisten,
Grünen und SPD wird dieses Desaster einfach fortgeschrieben. Das ist
nun gar nicht unser Weg, da er - den Menschen
nur eine Entlastung vorgaukelt, tatsächlich sie aber belastet
-
weit weg von jedem
Nachhaltigkeitsgedanken ist
-
teilweise
Interessengruppen privilegiert
-
wirtschaftsfeindlich
ist -
über die
entscheidenden Hintergründe nur hinwegtäuschen will. Der
Verwaltungsvorschlag selber umfasst zahlreiche, tief ins Mark der
Stadt gehende Vorschläge. Lassen sie mich an dieser Stelle, namens
der FDP, der Verwaltung für die Mühen der Erstellung des Haushaltes
und des Haushaltssicherungskonzeptes danken. Wir können durchaus
erahnen, dass ein dauerndes „Hin und Her“ die Dinge nicht einfacher
macht. Deshalb nochmals: Herzlichen Dank und Anerkennung.Dieser
Verwaltungsvorschlag ist schon aufsehenerregend: Hat er doch
annähernd jede gesellschaftliche Gruppe hervorgeholt, die am Tropf
der steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt hängt. Sie
haben diese Briefe auch erhalten, die fast durchgängig den Duktus
hatten:
1.
Wir verstehen, dass
gespart werden muss. 2. Aber nicht bei uns. Wir sehen dies als
absolut legitim, dass Interessengruppen … sie wissen schon…
Privilegien in Duisburg…
-
- Gleichwohl
möchte ich auf eine Art dieser Lobbyarbeit hinweisen, die ich für
dermaßen verwerflich halte, dass ich dies hier erwähnen muss. Uns
erreichten eine Vielzahl von Postkarten, indem offensichtlich Kinder
im Grundschulalter uns darauf hingewiesen haben, dass im Zitat: „HSK
Seite 168, 169 Maßnahme 060201/02“ usw.… abzulehnen sei. Aus keiner
der Postkarten geht ein vernünftiger Absender hervor. Man kann also
diesen Kindern persönlich NICHT vernünftig antworten. Ich frage
mich, ob diese Art von Vereinen eine Unterstützung der öffentlichen
Hand verdient hat. Ich bedaure, dass offensichtlich die leitenden
Kräfte dieser Vereine jedes Maß verloren haben und sie kleinste
Kinder in absolut rücksichtsloser Art und Weise instrumentalisieren.
Aber es ist damit offensichtlich, dass junge Menschen nicht erfahren
sollen, das wir als FDP eine weitaus sozialere Politik vertreten,
als dies dort offensichtlich gewünscht wird. Weitaus sozialer ist
es, die Wirtschaft zu fördern statt sie mit Würgesteuern zu
belasten, um Arbeitsplätze zu schaffen, damit der Stadt Duisburg
entsprechende Mittel zufließen und diese den engagierten Menschen
und vor allem den Kindern zugute kommen kann. Damit Menschen auch
einen großen Teil der Selbstachtung durch Ihre Arbeit wiedererlangen
können. Das ist soziale Politik. Zu
dem Verwaltungsvorschlag ist zu sagen, dass dies das zwingende
Ergebnis einer langen Reihe von katastrophalen Fehlentscheidungen
über viele, viele Jahre hinweg ist. Und ganz langsam dämmert es
einigen, dass mit der Einstellung, „…es wird schon irgendwie
weitergehen“, Schluss ist. Das Finanzschiff „Stadt Duisburg“ steht
nicht mehr unmittelbar vor dem Eisberg, es hat ihn gerammt. Die SPD
möchte in völliger Realitätsverweigerung die Musikkapellen weiter
spielen lassen. Wir sagen: Ein völlig anderer Kurs hätte schon
längst Rettung gebracht. Plausible Wege
werden in diesem Rat nicht einmal erörtert. Solidarität ist eben
keine Einbahnstraße. Wer die Solidarität der Bezirksregierung
einfordert, muss zu Recht nachweisen, dass er sich wirklich bemüht
hat. Dies ist offensichtlich nicht der Fall. Nur durch eine
dramatische Kursänderung können wir vielleicht und mit viel Glück
noch einen Hafen erreichen. Dies ist aber leider heute nicht
gewollt. Was heute diskutiert wird, das ist nicht unser Kurs und
unser Haushalt. Wir lehnen ab.
- Danke für Ihre
Aufmerksamkeit
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