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die FDP-Ratsfraktion
Duisburg |
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Fraktionsvorsitzender
Wilhelm Bies
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Ratsfrau
Betül Cerrah
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Ratsherr
Frank Albrecht
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Fraktionsgeschäftsführer
Thomas Wolters
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- Liebe
Mitbürgerinnen und Mitbürger,
- sehr
geehrte Damen und Herren,
- seit der
Kommunalwahl 2009 ist die FDP wieder in Fraktionsstärke im
Rat der Stadt Duisburg
vertreten und ´kämpft´ dort für liberale Politik in unserer Stadt.
Wie bereits im
Kommunalwahlprogramm der FDP
beschrieben, hat bei all´ unseren Überlegungen stets die
Entschuldung des städtischen Haushaltes oberste Priorität. Erst wenn
die erdrückende Schuldenlast (wenigstens zu einem großen Teil)
abgebaut wurde, ist die Stadt wieder handlungsfähig, werden die
Bürgerinnen und Bürger wieder frei entscheiden können, wofür die
Stadt Geld ausgeben soll und wofür nicht. Bis dahin entscheidet
ausschließlich die Finanzaufsicht über unsere Stadt und somit auch
über die Zukunft unserer Bibliotheken, Schwimmbäder und städtischen
Hallen, über die Höhe von Kindergartengebühren und über die
Instandsetzung unserer Straßen und Radwege.
-
- Eine
wirkliche Entschuldung ist nicht mehr allein durch rigorose
Sparvorgaben im jährlichen Verwaltungshaushalt zu erreichen, sondern
kann nur dadurch erreicht werden, dass sich die Stadt endlich von
Gesellschaften und Vermögensanteilen trennt, die für das Wohl der
Bürgerinnen und Bürger keine Rolle spielen, wie z.B. die RWE-Aktien
der Stadt, an denen die anderen Fraktionen bisher stets festgehalten
haben. Wir stellen nach wie vor die Frage, ob eine Stadt unbedingt
an einer Klinik, einer Wohnungsbaugesellschaft, den Stadtwerken oder
am Duisburger Hafen beteiligt sein muss? Und ob der ÖPNV (jährlicher
Zuschussbedarf ca. 45 Mio. €) nicht in privaten Händen preiswerter
und/oder bürgerfreundlicher organisiert werden könnte?
-
- In der
vergangenen Legislaturperiode wurden alle Anträge der FDP zur
Überprüfung und Beantwortung unserer Fragen von den anderen
Fraktionen abgelehnt. Wir werden aber an unseren Zielen und Ideen
festhalten und fordern nach wie vor (wenigstens) eine unabhängige
Prüfung unserer Einspar- und Einnahmeforderungen.
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Nachfolgend erfahren Sie mehr über die aktuellen Anträge und
Anfragen, die die FDP-Fraktion im Rat der Stadt stellt. Bitte
lesen Sie auch unsere aktuellen
Pressemitteilungen.
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Sitzung des
Stadtrates am 22. März 2010
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Haushaltsrede des FDP-Fraktionsvorsitzenden Wilhelm
Bies
-
zum Haushaltsentwurf und zum
Haushaltssicherungskonzept 2010
-
- Herr
Oberbürgermeister,
- sehr geehrte
Damen und Herren,
-
- formal gesehen,
diskutieren wir heute über einen Haushalt, der nicht
genehmigungsfähig ist, ein Sparpaket, von dem kein Mensch weiß, ob
es jemals umgesetzt wird und als Höhepunkt operieren wir mit Zahlen,
die man bei freundlicher Beschreibung als kreativ bezeichnen kann.
Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist medial gut vermarktbare
Symbolpolitik. Heute schaffen wir – mit welcher Mehrheit auch immer
– kraft unserer Durchschlagskraft, für Duisburg den Solidarbeitrag
ab! Donnerwetter!
-
- Wir gehen nach
Hause mit dem Wohlgefühl, Vereine, Kultur, Sport und viele Dinge
mehr gerettet zu haben. Das Leben ist schön! Sollte es im Nachhinein
doch noch den einen oder anderen unklaren Punkt geben, kann man ja
auf die Bezirksregierung zeigen, die dann, ab Mai, diese Briefe an
den Landtagsabgeordneten Büssow weiterleiten wird… Soweit die
formalen Aussichten eines beschlossenen Haushalts.
-
- Eine einfache
Wahrheit ist aber: Die Landtagswahlen stehen vor der Tür! Im Land
ist Rot-Rot-Grün als das höchste Ziel ausgerufen. Als Zusatzparole
gilt: „Der Zweck heiligt die Mittel“. Folgerichtig lässt sich die
SPD in Duisburg nicht lumpen und möchte sich gerne als
Vorzeigeschüler hervortun. Was wir hier heute zu sehen bekommen,
sehr geehrte Damen und Herren, das ist ja nicht ein Zusammenschluss
derjenigen, die tatsächlich etwas an der Haushaltsmisere ändern
können. Das ist klar. Der Haushalt ist nicht genehmigungsfähig. Es
geht in Wirklichkeit darum, die Erben Honneckers, die SED
Nachfolgepartei endgültig salonfähig zu machen.
-
- Zitat aus dem
Verfassungsschutzbericht NRW: „In Nordrhein-Westfalen liegen
weiterhin tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht
linksextremistischer Bestrebungen im Sinne des § 3 Abs. 1 Nr. 1 VSG
NW vor. Auch die nach dem Beitritt der WASG verabschiedeten, derzeit
gültigen programmatischen Grundsatzdokumente schaffen keine Klarheit
hinsichtlich der Vereinbarkeit der politischen Ziele der Partei 'DIE
LINKE.' mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.“ Etwas
später heißt es: „… die Partei die Linke hat den demokratischen
Verfassungsboden noch nicht erreicht.“.
-
- Sehr geehrte
Damen und Herren, es handelt sich eben nicht um eine nett – bis
naive Gruppe, die zwischendurch mal etwas skurrile Anträge im Rat
stellt. Herr Mettler, Sie sind als Fraktionsvorsitzender dafür
verantwortlich, dass die Büchse der Pandorra geöffnet wird. Wenn Sie
mir nicht glauben, dann hören Sie wenigstens auf Willy Brand, der
einst ausführte: „Die Demokratie ist uns keine Frage der
Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit.“ und zudem sagte er: „Man
kann heute nicht Demokrat sein, ohne Antikommunist zu sein“. (Willy
Brand)
-
- Mit Blick auf
die Grünen lassen sie mich nur ein Schlaglicht aus dem „Green New
Deal“ zitieren, damit jedem klar ist, wohin dort die Reise geht:
Zitat: „Unser Ziel ist ein nordrhein-westfälisches Netz von
Wildnisflächen.“ – Zitat Ende. Das dieses Ziel in Duisburg erreicht
wird, sehr geehrte Damen und Herren, daran wird ja heute aktiv mit
den Steuererhöhungen gearbeitet und Deindustrialisierung soll das
Ziel sein.
-
- Wir freien
Demokraten setzen hingegen weiterhin auf Demokratie, persönliche und
wirtschaftliche Freiheit. Unser sittlicher Kompass sagt uns klar,
- -
wir finanzieren
keine faktisch städtischen Kneipen, keine sinnentleerten
Gesellschaften auf Kosten derjenigen, die morgens zur Arbeit gehen
und persönlich mit Haus und Hof haften.
- -
Wir werden keine
Unternehmen mit Würgesteuern aus Duisburg verjagen.
- -
Wir werden uns nicht
daran beteiligen, auch nur die kleinste Entlastung des Steuerzahlers
mithilfe einer neuen kommunalen Steuer wieder wegzunehmen.
-
- In dem
gemeinsamen Antrag der SED-Nachfolgepartei, den Grünen und der SPD
werden unter Punkt 1 alle Positionen abgelehnt, die im weitesten
Sinne die Bürger direkt und unmittelbar betreffen. Dies klingt auf
Anhieb erst einmal gut. (Nebenbei: Selbstverständlich unter
Beibehaltung der Privilegien des Rates und unter strengster
Ausklammerung von Verfügbarmachung privaten Kapitals.)
-
- Das
grundsätzliche Missverständnis der Antragsteller liegt darin, indem
sie mit dem Antrag „Freibier und Reichtum für Alle“ rufen, und
gleichzeitig meinen, sie würden eine aufbauende Wirtschaftspolitik
in Duisburg betreiben. Die einfache Wahrheit ist, dass diejenigen
für die Zeche aufkommen sollen, die ohnehin schon über die Maßen
belastet sind.
-
- Selbst -
unterstellt – verschiedene Punkte würden auch unsere Zustimmung
erhalten - , so bleibt es doch dabei, dass diese Positionen nur
dadurch kompensiert werden, indem den Duisburger Bürgern auf der
anderen Seite genau dieser Betrag wieder aus der Tasche gezogen
wird.
-
- Diese Deckung
hätte man völlig ohne Belastung z.B. mit dem Verkauf der RWE Aktien
bewerkstelligen können. Aber, wie schon erwähnt –
Privilegienverzicht ist schon so eine Sache…
-
- Und wieder halte
ich Ihnen die Maßnahmen vor, die zu einer deutlichen und wirksamen
Entschuldung der Stadt führen. GEBAG, Stadtwerke, Hafen, DVG,
Klinikum, TAM, Frische Kontor sind nur einige Vorschläge aus der
langen Liste derjenigen Unternehmen, die dringend auf den Prüfstand
gehören. Aber es sei noch mal erwähnt – Privilegienverzicht ist
schon so eine Sache…
-
- Sehr geehrte
Damen und Herren, diese Misere um den Haushalt ist, trotz aller
berechtigten Rufe der Konnexitätsverletzung, auch in erheblichen
Teilen selber gemacht. Mit dem gemeinsamen Antrag der Kommunisten,
Grünen und SPD wird dieses Desaster einfach fortgeschrieben. Das ist
nun gar nicht unser Weg, da er
- - den Menschen
nur eine Entlastung vorgaukelt, tatsächlich sie aber belastet
- -
weit weg von jedem
Nachhaltigkeitsgedanken ist
- -
teilweise
Interessengruppen privilegiert
- -
wirtschaftsfeindlich
ist
- -
über die
entscheidenden Hintergründe nur hinwegtäuschen will
-
- Der
Verwaltungsvorschlag selber umfasst zahlreiche, tief ins Mark der
Stadt gehende Vorschläge. Lassen sie mich an dieser Stelle, namens
der FDP, der Verwaltung für die Mühen der Erstellung des Haushaltes
und des Haushaltssicherungskonzeptes danken. Wir können durchaus
erahnen, dass ein dauerndes „Hin und Her“ die Dinge nicht einfacher
macht. Deshalb nochmals: Herzlichen Dank und Anerkennung.
-
- Dieser
Verwaltungsvorschlag ist schon aufsehenerregend: Hat er doch
annähernd jede gesellschaftliche Gruppe hervorgeholt, die am Tropf
der steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt hängt. Sie
haben diese Briefe auch erhalten, die fast durchgängig den Duktus
hatten:
1.
Wir verstehen, dass
gespart werden muss. 2. Aber nicht bei uns. Wir sehen dies als
absolut legitim, dass Interessengruppen … sie wissen schon…
Privilegien in Duisburg…
-
- Gleichwohl
möchte ich auf eine Art dieser Lobbyarbeit hinweisen, die ich für
dermaßen verwerflich halte, dass ich dies hier erwähnen muss. Uns
erreichten eine Vielzahl von Postkarten, indem offensichtlich Kinder
im Grundschulalter uns darauf hingewiesen haben, dass im Zitat: „HSK
Seite 168, 169 Maßnahme 060201/02“ usw.… abzulehnen sei. Aus keiner
der Postkarten geht ein vernünftiger Absender hervor. Man kann also
diesen Kindern persönlich NICHT vernünftig antworten. Ich frage
mich, ob diese Art von Vereinen eine Unterstützung der öffentlichen
Hand verdient hat. Ich bedaure, dass offensichtlich die leitenden
Kräfte dieser Vereine jedes Maß verloren haben und sie kleinste
Kinder in absolut rücksichtsloser Art und Weise instrumentalisieren.
Aber es ist damit offensichtlich, dass junge Menschen nicht erfahren
sollen, das wir als FDP eine weitaus sozialere Politik vertreten,
als dies dort offensichtlich gewünscht wird. Weitaus sozialer ist
es, die Wirtschaft zu fördern statt sie mit Würgesteuern zu
belasten, um Arbeitsplätze zu schaffen, damit der Stadt Duisburg
entsprechende Mittel zufließen und diese den engagierten Menschen
und vor allem den Kindern zugute kommen kann. Damit Menschen auch
einen großen Teil der Selbstachtung durch Ihre Arbeit wiedererlangen
können. Das ist soziale Politik.
-
- Zu
dem Verwaltungsvorschlag ist zu sagen, dass dies das zwingende
Ergebnis einer langen Reihe von katastrophalen Fehlentscheidungen
über viele, viele Jahre hinweg ist. Und ganz langsam dämmert es
einigen, dass mit der Einstellung, „…es wird schon irgendwie
weitergehen“, Schluss ist. Das Finanzschiff „Stadt Duisburg“ steht
nicht mehr unmittelbar vor dem Eisberg, es hat ihn gerammt. Die SPD
möchte in völliger Realitätsverweigerung die Musikkapellen weiter
spielen lassen. Wir sagen: Ein völlig anderer Kurs hätte schon
längst Rettung gebracht.
-
- Plausible Wege
werden in diesem Rat nicht einmal erörtert. Solidarität ist eben
keine Einbahnstraße. Wer die Solidarität der Bezirksregierung
einfordert, muss zu Recht nachweisen, dass er sich wirklich bemüht
hat. Dies ist offensichtlich nicht der Fall.
-
- Nur durch eine
dramatische Kursänderung können wir vielleicht und mit viel Glück
noch einen Hafen erreichen. Dies ist aber leider heute nicht
gewollt. Was heute diskutiert wird, das ist nicht unser Kurs und
unser Haushalt. Wir lehnen ab.
-
- Danke für Ihre
Aufmerksamkeit
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- Ratsinfo Nr.
4
- Sitzung des
Stadtrates am 25. Januar 2010
- Die 4. Sitzung
des Stadtrates seit der Kommunalwahl stand ganz im Zeichen der
drastisch verschlimmerten Finanzprobleme der Stadt und den daraus
resultierenden Einsparungen, die der Oberbürgermeister dem Rat für
2010 und für die folgenden Jahre vorschlagen würde. Bereits im
Vorfeld war bekannt geworden, dass – neben den Altschulden – ein
aktuelles Defizit, allein in 2010, von ca. 250 Millionen Euro
vorliegt. Der Oberbürgermeister schlug dem Rat der Stadt
Einsparungen im aktuellen Jahr von ca. 66 Mio. € vor, in den
folgenden Jahren sollen 100, 120 und 2014 ganze 160 Mio. €
eingespart werden. Ein ausgeglichener Haushalt, in dem Einnahmen und
Ausgaben sich die Waage halten, ist demnach in den nächsten Jahren
nicht zu erwarten. Dem Haushaltsentwurf 2010 liegt eine
Vorschlagsliste mit ca. 400 Einsparvorschlägen bei, die für alle
Bürger in Duisburg in nahezu allen Bereichen wirklich ´schmerzhafte´
Einschnitte bedeuten würden, so sie denn abschließend vom Rat in
dieser Form beschlossen würden.
-
- Wortreich
erklärte der OB den Ratsmitgliedern, der anwesenden Presse und den
zahlreichen Zuschauern, wer und was daran Schuld ist, dass diese
katastrophale Finanzlage entstanden ist: Der Strukturwandel, die
Wirtschaftskrise, Gesetze von Bund und Land, die die Kommunen zu
hohen dauerhaften Kosten zwingen, wie z.B. die Unterbringungskosten
für Hartz IV-Empfänger, unsichere und schwankende
Gewerbesteuereinnahmen, der große Beitrag zum Aufbau Ost, oder der
verpflichtende Ausbau von Kindergartenplätzen…. Die Betonung der
Reden von Oberbürgermeister und Stadtkämmerer lag fortwährend
darauf, dass Alt- und Neuschulden der Stadt Duisburg zum
allergrößten Teil „fremdbestimmt“ seien. Eine wenigstens anteilige
Schuld der verantwortlichen Kommunalpolitiker und/oder der
städtischen Verwaltungsspitze wurde nicht erwähnt. Bemerkenswert der
Vorwurf des Kämmerers, das die ´Landes- und Bundespolitik´ jahrelang
der steigenden Verschuldung der Städte zugesehen hätte, ohne
einzugreifen, nun aber plötzlich ganz massiv ein Schuldenstop und
sogar ein Schuldenabbau gefordert würde. Dieses wirke auf ihn wie
„blinder Aktionismus“. Allerdings erwähnte Dr. Langner auch, dass
die Stadt nun nicht mehr nur Hilfe von Land und Bund fordern könne,
ohne vorher einen eigenen Einsparbeitrag zu leisten.
-
- Einige Zahlen zum
Haushaltsentwurf 2010:
- Die
Personalkosten betragen ca. 324 Mio. Euro, insgesamt 250 Mio. € der
veranschlagten Kosten resultieren aus den Gesetzen des
Sozialgesetzbuches (SGB, u.a. Hartz IV-Gesetze), 80 Mio. € werden
für Jugendhilfe kalkuliert, 114,9 Mio. müssen an den
Landschaftsverband gezahlt werden und 70 Mio. € sind in 2010 allein
für Zinsen der Altschulden aufzubringen. Demgegenüber sinken die zu
erwartenden Einnahmen aus der Gewerbesteuer von 252 Mio. € in 2007
auf 110 Mio. € in 2009.
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- Ein
Stellenplan und die dazugehörigen Personalausgaben für 2010
wurden als 2. Tagesordnungspunkt einstimmig zur Beratung in die
Ausschüsse verwiesen. Der endgültige Stellenplan und der
Haushaltsentwurf 2010 (inklusive aller Einsparungen) sollen in der
Sitzung des Stadtrates im März beschlossen werden – oder auch nicht…
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- Heftige
Diskussionen entfachte die SPD bei Tagesordnungspunkt 5, bei dem
eine „Nachtragssatzung zur Haushaltssatzung 2009“ beschlossen
werden sollte. Der Rat hatte für 2009 beschlossen, dass der Kämmerer
zur Auszahlung von Gehältern und zur Begleichung von Rechnungen
Kredite bis zu einer Höhe von 1,6 Milliarden Euro aufnehmen könne.
Aller Voraussicht nach wird diese Grenze jedoch nicht ausreichen, so
dass der damalige Beschluss um 450 Mio. € erhöht werden muss, damit
es nicht zu Auszahlungsengpässen kommt, bis der neue Haushaltsplan
(im März) beschlossen wird. Letztendlich stimmte aber nur die SPD
dagegen, alle anderen dafür.
-
- Der
Regierungspräsident hat Oberbürgermeister Sauerland aufgefordert,
den Ratsbeschluss zur Erhöhung der Fraktionsmittel aus dem
Jahre 2008 zurück zu nehmen (die FDP-Ratsgruppe hatte sich damals
der Stimme enthalten). Diese formale Beanstandung stand ursprünglich
bei Top 6 der Ratssitzung an. Der Rat sollte seinen damaligen
Beschluss wieder aufheben. Die SPD beantragte gleich zu Beginn der
Sitzung, diesen Tagesordnungspunkt nicht zu behandeln und ihn von
der Tagesordnung zu nehmen. Rechtsdezernent Rabe trug zwar vor,
welche Konsequenzen es haben könne, wenn diese formale Beanstandung
nicht vom Rat behandelt und der Beschluss nicht aufgehoben würde,
aber eine große Mehrheit von SPD, CDU, Grünen und DWG beschlossen
die Absetzung von der Tagesordnung. FDP, Linke und der
Oberbürgermeister stimmten dagegen. Die FDP wollte den damaligen
Ratsbeschluss aufheben.
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- Es folgten die
üblichen Gesellschafterversammlungen mit Jahresabschlüssen
und Wirtschaftsplänen der städtischen Gesellschaften. Üblicherweise
enthält sich die FDP bei allen Beschlüssen zu Gesellschaften, bei
denen kein FDP-Mitglied in den Aufsichtsgremien vertreten ist. Alle
Entscheidungen fielen ohne weitere Diskussionen einstimmig. Ebenso
reibungslos verliefen die Abstimmungen zu allen aktuellen Änderungen
von Bebauungsplänen.
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- Einstimmig auch
der Beschuss, wonach alle Anfechtungen der Kommunalwahl 2009
zurückgewiesen wurden. Oberbürgermeisterwahl, Ratswahl und die
Wahlen zu den Bezirksvertretungen wurden somit für gültig erklärt.
Unter anderem hatte Frau Sall-May von der AMP Einspruch eingelegt,
ohne diesen jedoch zu begründen.
-
- Die städtische
DVV wird zukünftig mit den Aachener Stadtwerken auf dem Feld der
Erforschung von „Stromtankstellentechnik“ zusammenarbeiten. Unter
dem Titel „smartlab GmbH“ wird eine neue gemeinsame
Gesellschaft gegründet. Auch dies wurde vom Rat einstimmig
beschlossen.
-
- Ein Antrag der „Trianel
Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH“ auf Erlass eines
Vorbescheides zur Errichtung eines Steinkohlekraftwerkes in
Krefeld-Uerdingen stand bei Tagesordnungspunkt 29 an. Vor
wenigen Tagen hatte sich herausgestellt, dass einige Rohre und ein
Kohleförderband vom Hafen zum geplanten Kraftwerk ca. 100 Meter über
Duisburger Stadtgebiet verlaufen sollen. Dementsprechend musste nun
auch die Stadt Duisburg ihre Erlaubnis für eine Anlage in der
Nachbarstadt erteilen. Beim genannten Gebiet handelt es sich um ein
Landschaftsschutzgebiet. Die Bezirksregierung hatte angeregt, für
die Leitungen (die vergraben werden sollen) eine Befreiung nach § 31
BauGB zu erteilen. Die Duisburger Stadtverwaltung kam in der
Beschlussvorlage aber zu der Feststellung, dass eine Befreiung nach
ihrer Einschätzung nicht erfolgen könne. Da es seit Jahren bereits
viele Gegner in Reihen der Grünen, der Linken und auch der SPD gegen
das geplante Kohlekraftwerk in Uerdingen gibt, war die Entscheidung
erwartungsgemäß: die Kohlekraftgegner nutzten die Gelegenheit, in
der Hoffnung das geplante Kraftwerk in der Nachbarstadt damit
verhindern zu können. Nur die FDP-Fraktion stimmte gegen diese
Ablehnung, da dieses Kraftwerk zum Erhalt und zur Schaffung von
vielen Arbeitsplätzen im Chemiepark Uerdingen dringend erforderlich
ist (übrigens arbeiten im ´Chempark Uerdingen´ auch ca. 1250
Duisburger).
-
- Wenn eine
Bezirksvertretung einen „rechtswidrigen“ Beschluss fasst, im
Sinne, dass der Stadt evtl. ein finanzieller Schaden durch
Schadensersatzansprüche entstehen könnte, ist der Rat der Stadt
verpflichtet diesen Beschluss zu korrigieren. Dies geschieht
manchmal bei Baugenehmigungen: die Mitglieder einer BV stimmen einem
Bauantrag nicht zu, aber der Antragsteller hat ein Recht auf diese
Genehmigung, da er alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt hat. So
geschehen in der BV-Rheinhausen vor ca. 6 Monaten. In dieser
Ratssitzung sollte dieser rechtswidrige Beschluss korrigiert werden.
In der Vergangenheit erfolgte dies immer kommentarlos und
einstimmig. Die Rheinhauser Ratsmitglieder hatten die Entscheidung
in diesem speziellem Fall aber so vorbereitet, dass SPD, Grüne,
Linke und DWG sich dagegen aussprachen, den BV-Beschluss zu
korrigieren. FDP und CDU wollten die Entscheidung zu Gunsten des
Bürgers korrigieren, hatten aber gegen die genannte Mehrheit keine
Chance.
-
- Gegen eine
angekündigte Demonstration der rechtspopulistischen Partei „Pro
NRW“ und der „NPD“ vor der Moschee in Marxloh am 27. und 28.
März hatten die Linke und die CDU je eine ablehnende Resolution
formuliert, die der Stadtrat beschließen sollte. Während sich die
Resolution der CDU gegen Rechts- und Linksradikale aussprach, war in
der Formulierung der Linken nur von Rechtsradikalen die Rede. Auch
die Grünen favorisierten die Version, die nicht gegen Rechts und
Links gleichermaßen gerichtet wurde. Es war beiden Parteien nicht
möglich eine gemeinsame Formulierung zu finden. Die FDP-Fraktion
ergänzte die Resolution der CDU noch mit dem Hinweis auf
fundamentalistisch religiöse Kräfte, gegen die sich die Resolution
ebenfalls wenden sollte. Letztendlich ließ Oberbürgermeister
Sauerland über beide Anträge abstimmen. Der Resolution der Linken
stimmten SPD, Linke, und Grüne zu, der Resolution der CDU stimmten
die FDP, CDU, Grüne und DWG zu.
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- Für längere
Diskussionen sorgte das Thema „Loveparade“. Es lag zwar kein
Beschluss vor, die Verwaltung hatte aber mitgeteilt, wie die
Organisation aussehen würde und dass auf die Stadt vermutlich Kosten
in Höhe von 840.000 Euro zukämen. Diese Zahl ließ die Emotionen
´hoch kochen´, gerade weil 2 Stunden vorher über dramatische
Einsparungen gesprochen wurde. Letztendlich stellte aber keine
Fraktion den Antrag, die Loveparade abzusagen – dies könnte aber in
der Märzsitzung noch geschehen. Die FDP begrüßt die Veranstaltung,
weil es sich um eine weltweite Vermarktung handelt, wobei der Name
Duisburg dann auch immer eine Rolle spielen wird. Außerdem hatte die
DEHOGA errechnet, dass jeder der möglicherweise 1 Million Besucher
rund 95,- € in der Stadt ausgeben wird. Dennoch forderte die FDP die
Verwaltung auf, nach geeigneten Sponsoren zu suchen, um den
städtischen Anteil noch deutlich zu senken.
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Ratsinfo Nr. 3
-
zur Sitzung des Stadtrates am 7. Dezember 2009
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- Die
Tagesordnung der dritten Sitzung des neuen Rates war mit insgesamt
35 Tagesordnungspunkten vergleichsweise kurz, sonst lagen dem Rat
üblicherweise zwischen 80 und 100 Punkte zur Beschlussfassung vor.
Auch die Themen ließen eine eher ruhige Sitzung erwarten. Wenn doch
mal ein paar schärfere Worte gewechselt wurden, versuchte
Oberbürgermeister Sauerland die Stimmung mit dem Hinweis auf das
bevorstehende Weihnachtsfest zu beruhigen, was ihm durchaus gelang.
Traditionell sang in der Sitzungspause ein Kinderchor
Weihnachtslieder und es gab auch wieder kostenlosen Christstollen,
weshalb die Dezembersitzung auch gerne „Stollensitzung“ genannt
wird.
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Besetzung der Ratsausschüsse mit Sachkundigen Einwohner/innen
-
Nachdem in der vorherigen Ratssitzung alle stimmberechtigten
Mitglieder der Ratsausschüsse gewählt wurden, wurden diese
Ausschüsse nun auch mit zusätzlichen sogenannten „Sachkundigen
Einwohnern“ und ihren Stellvertretern besetzt. Bei Aufruf dieses
Tagesordnungspunktes nahmen die Fraktionen noch einige kleinere
Korrekturen der vorher eingereichten vorliegenden Listen vor, aber
ansonsten verlief diese Wahl unkommentiert und einstimmig. Hier die
gewählten Sachkundigen Einwohner/innen und Stellvertreter/innen der
FDP-Fraktion:
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Ausschüsse |
Sachkundige Einwohner/innen |
stellvertretende sachkundige
Einwohner/innen |
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Jugendhilfeausschuss
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Bilgin Erdem |
Nico Weber |
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Betriebsausschuss DuisburgSport |
Murat Cerrah |
Fatih Özdamar |
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Kulturausschuss |
Carsten Bovelet |
Thomas Wolters |
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Betriebsausschuss für das
Immobilienmanagement |
Rainer Lenau |
Dirk Schlenke |
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Ausschuss für Arbeit, Soziales
und Gesundheit |
Fatih Özdamar |
Dr. Klaus Rübenstahl |
|
Ausschuss für Wirtschaft,
Stadtentwicklung und Verkehr |
Werner Niehaus |
Matthäus Schlummer |
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Schulausschuss |
Bilgin Erdem |
Alexander Olenik |
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Umweltausschuss |
Murat Cerrah |
Dr. Björn Reetz |
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Sachkundige Einwohner/innen haben in jeder Ausschusssitzung
uneingeschränktes Rederecht aber kein Stimmrecht. Dennoch kann der
fachkundige Wortbeitrag eines sachkundigen Einwohners evtl. zum
Abstimmungsergebnis einen entscheidenden Betrag leisten. Somit hat
der Rat die Besetzung seiner Ausschüsse komplett abgeschlossen. Wir
gratulieren allen neu gewählten Mandatsträgern an dieser Stelle und
wünschen erfolgreiche und interessante Ausschusssitzungen.
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Wahl von Kreiswahlausschuss und Kommunalwahlausschuss
- Die
Besetzung des Kreiswahlausschusses zur Landtagswahl und die Bildung
eines Wahlausschusses für die Kommunalwahl 2014 wurde im
Zählverfahren nach de´ Hondt berechnet, was bedeutete, dass die FDP
mit nur 3 Stimmen keine Chance hatte, hier jemanden zu benennen. SPD
und CDU stellen je 2 Mitglieder im Kreiswahlausschuss bzw. 4
Mitglieder im Kommunalwahlausschuss, Linke und Grüne je ein Mitglied
in beiden Ausschüssen. Bei der Besetzung von Ausschüssen ist es,
anders als bei der Besetzung von Aufsichtsräten, gesetzlich nicht
möglich, sich mit anderen Fraktionen zusammen zu schließen um bei
der Berechnung nach de´ Hondt mehr Stimmen zu erreichen.
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Wahl des Beirates bei der unteren Landschaftsbehörde
-
Gemäß § 11 Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen werden zur
unabhängigen Vertretung der Belange von Natur und Landschaft bei den
unteren Landschafts-behörden Beiräte gebildet. Die Beiräte sollen
dem Gesetzestext nach „…bei Schutz, Pflege und Entwicklung der
Landschaft mitwirken, den Behörden Anregungen unter-breiten, der
Öffentlichkeit die Ziele des Naturschutzes vermitteln und bei
Fehlentwick-lungen der Landschaft entgegenwirken“. Der
Duisburger Beirat muss besetzt werden mit 2 Vertretern des BUND, 2
Vertretern des NABU, 3 Vertreten der Landesgemein-schaft Naturschutz
(LNU), 1 Vertreter der Schutzgemeinschaft „Deutscher Wald“, 2
Vertreter des Landwirtschaftsverbandes, 1 Vertreter des
Waldbauernverbandes, 1 Vertreter des Landesverbandes Gartenbau und
der Gemüsebauer e.V., 1 Vertreter der Jäger, 1 Vertreter des
Fischereiverbandes, 1 Vertreter des Landessportbundes und 1
Vertreter des Imkerverbandes. Alle Verbände hatten vorher ihre
Vertreter vorgeschlagen, die in dieser Sitzung vom Rat unkommentiert
und einstimmig gewählt wurden.
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Sitzungsplan 2010
- Der
Sitzungsplan 2010 für den Rat, die Bezirksvertretungen und die
Ausschüsse wurde ebenfalls beschlossen. Durch die späte
Zusammensetzung des Stadtrates nach den Kommunalwahlen wurde dieser
Plan ungewöhnlich spät erstellt. Gewöhnlich liegt der neue
Jahresplan bereits im Oktober des vorherigen Jahres vor. Nun
kann/wird dieser Plan auch der FDP bei den Planungen der
parteiinternen Sitzungen und Veranstaltungen in 2010 als Leitfaden
dienen.
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Gesellschafterversammlungen und Wirtschaftspläne
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Natürlich standen, wie in jeder Ratssitzung, wieder
Gesellschafterversammlungen und Wirtschaftspläne der städtischen
Gesellschaften (diesmal DVV, Filmforum, GfB, IMD und WBD) auf der
Tagesordnung. Logischerweise enthalten sich die Ratsmitglieder der
FDP bei allen Gesellschaften, bei denen die FDP nicht im
Aufsichtsrat vertreten ist und somit auch keine näheren Kenntnisse
über die gesellschaftsinternen Zahlen und Vorgänge besitzt. Bei
Gesellschaften, in denen die FDP (neuerdings) vertreten ist, stimmte
die FDP-Fraktion den Plänen zu.
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Änderung der Jagdsteuersatzung
- Der
Neuregelung der Landesgesetzgebung entsprechend, musste die
städtische Satzung zur Erhebung der Jagdsteuer angeglichen werden.
Die Jagdsteuer wird (auf Initiative unserer FDP-Landtagsfraktion)
jährlich gesenkt und läuft 2013 ganz aus. In Duisburg wurden zuletzt
14.000,- € dadurch eingenommen. Lediglich die Linken sahen sich
genötigt, dazu eine Stellungnahme abzugeben, die inhaltlich mit
Kapitalismus, Sozialschichten, arm und reich sowie Hartz
IV-Empfängern zu tun hatte. Alle anderen Fraktionen stimmten der
(notwendigen) Satzungsänderung zu.
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Bebauungsplan Baerl – „Schacht Gerdt“ soll Grünfläche werden
- In
Duisburg-Baerl hatte ein Unternehmer vor ca. 2 Jahren in der Nähe
der Autobahnabfahrt (A42) ein Grundstück erworben und dort einen
Gewerbebetrieb geplant. In den vergangenen 2 Jahren lag ihm auch die
dafür erforderliche Baugenehmigung vor, allerdings ist bis zum
heutigen Tage keine Ansiedlung erfolgt. Dadurch ergab sich nun für
die Stadtverwaltung die Gelegenheit, den Bebauungsplan dahingehend
zu ändern, dass dort nur noch „Grünfläche“ erlaubt ist und jegliche
Gewerbeansiedlung verboten wird. Dieser Vorschlag kam nicht etwa von
einer der Parteien bzw. Fraktionen, sondern wurde als
Beschlussvorschlag von der Duisburger Stadtverwaltung vorgelegt und
bereits von der Bezirksvertretung Homberg/ Ruhrort/ Baerl
mehrheitlich abgelehnt. Während CDU, FDP und DWG sich an dieser
Stelle für die Schaffung von Arbeitsplätzen aussprachen, jubelten
Grüne, Linke und SPD über die neu entstehende Grünfläche und
beschlossen mit ihrer Ratsmehrheit (41 von 74 Stimmen) das Aus für
diese Unternehmensansiedlung. Ärgerlich.
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Drahtwalzstraße von Hochfeld nach Ruhrort
- Die
Firma ArcelorMittal hatte den Antrag gestellt, ihre Drahtwalzstraße
von Hochfeld nach Ruhrort zu verlegen bzw. in Ruhrort eine neue,
modernere Drahtstraße (mit größerer Produktion, genauerer Fertigung
und umweltschonender Technik) zu bauen. Höhere Emissionswerte sind
dadurch in Ruhrort nicht zu erwarten und in Hochfeld wird die Fläche
für die Erweiterung des Rheinparks frei. Daher stimmte der Rat
diesem Antrag unter lobenden Worten - einstimmig - zu.
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Neue Gebührensatzungen beschlossen
- Der
Rat beschloss auch die neuen Gebührensatzungen der
Wirtschaftsbetriebe einstimmig. Straßenreinigungsgebühren,
Abfallentsorgungsgebühren, Abwasserge-bühren und die Gebühren für
Sonderdienstleistungen, wie z.B. die Reinigung von Klärgruben,
werden im kommenden Jahr nicht erhöht und bleiben auf dem Niveau von
2009. Lediglich die Schmutzwassergebühren müssen um 8,72% erhöht
werden, was in der Vorlage mit höheren Genossenschaftsbeiträgen,
steigenden kalkulatorischen Zinsen und Abschreibungen und auch damit
erklärt wurde, dass die Bürger/innen vermehrt Wasser einsparen, die
Kanalnetze aber für größere Mengen ausgelegt sind.
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Geplante Beförderung von 14 Beamtinnen und Beamten
- Der
Oberbürgermeister hatte angekündigt, 14 Beamte der Stadt befördern
zu wollen. Allein diese Ankündigung des OB hatte der
Regierungspräsident zum Anlass genommen, diese Entscheidung unter
Hinweis auf die Haushaltslage zu beanstanden, was juristisch gesehen
natürlich ein Fehler war, da es sich ja lediglich um eine
Ankündigung des OB handelte, nicht aber um eine erfolgte
Dienstanweisung. Der Rat wurde nun aufgefordert, die Beanstandung
des Regierungspräsidenten zurück zu weisen. Die Dezernenten Rabe und
Spaniel erklärten hierzu, dass sie im laufenden Jahr mehrfach
erfolglos mit der Bezirksregierung über Beförderungen verhandelt
hatten. Die FDP-Fraktion hat Verständnis für die Beamten, die
teilweise in höheren Funktionen arbeiten aber seit Jahren nicht
entsprechend befördert wurden. Gleichzeitig müssen die
Einsparvorgaben der Bezirksregierung auch für Beamtenbeförderungen
gelten, daher enthielt sich die FDP der Stimme bei dieser
Abstimmung. Alle anderen Fraktionen wiesen die Beanstandung des RP
zurück.
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ARGE: Stadt soll Antrag als „Optionskommune“ stellen
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Diesem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grüne und DWG schloss sich
auch die FDP-Fraktion an. Ende 2010 muss nach der Rechtssprechung
des Bundesverfas-sungsgerichtes, die Betreuung von Hartz
IV-Empfängern durch Stadt und Arbeits-agentur, in gemeinsamen ARGE´n,
beendet werden. In diesem Antrag wurde deutlich gemacht, dass die
Betreuung der Hartz IV-Empfänger in Duisburg in kommunaler Hand
geregelt werden solle, ohne die Beteiligung der Arbeitsagentur.
Obwohl die anderen Fraktionen mehrfach darauf hinwiesen, dass dies
nicht dem Koalitionsvertrag in Berlin entspräche, trifft diese
Aussage nicht zu. Der Koalitionsvertrag zwischen FDP und CDU/CSU
hält dieses Thema (vermutlich bewusst) offen. Da diese Forderung
sowieso dem FDP-Programm zur Bundestagswahl entsprach, stimmte auch
die FDP zu.
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Anfrage zur Loveparade in Duisburg
- Die
SPD hatte kurzfristig eine Anfrage zur Durchführung der Loveparade
gestellt. Rechtsdezernent Rabe erklärte, dass die Betreiberfirma
bisher nicht mal einen Antrag zur Durchführung gestellt hätte, es
also auch keine konkreteren Planungen seitens der Stadt dazu geben
könne. Dementsprechend ist natürlich auch nicht bekannt, ob, und
wenn ja, wie viel Kosten auf die Stadt zu kommen könnten. OB
Sauerland erinnerte daran, dass der Rat der Stadt im Juni 2008
einstimmig beschlossen hat, die Loveparade in Duisburg stattfinden
zu lassen und dieser Beschluss werde umgesetzt.
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SPD-Antrag: Schankgebühren sollten ausgehandelt werden
- Ein
Antrag der SPD bezog sich auf Gebühren für Ausschank bei
Karnevalsveranstal-tungen. Die Verwaltung hatte in einem bestimmten
Fall in früheren Jahren dafür keine Gebühr genommen, im vorletzten
Jahr 45,- Euro und im letzten Jahr dann 175,- Euro. Rechtsdezernent
Rabe verwies darauf, dass es bereits seit 2001 eine vom Rat der
Stadt beschlossene Gebührenordnung gäbe, die jedoch nicht
ordnungsgemäß angewendet wurde, da die zuständigen
Verwaltungsmitarbeiter in früheren Jahren jeweils in den
Bezirksämtern gearbeitet hatten. Erst nachdem dieser Dienst für das
Stadtgebiet zusammengelegt wurde, wurden ordnungsgemäß die Bescheide
versendet. Wegen der unkorrekten Vorgehensweise der Verwaltung und
der entsprechenden Proteste im vorletzten Jahr, wurden die Gebühren
einmalig und ausnahmsweise auf 45,- Euro gesenkt. CDU, FDP, DWG und
Grüne erkannten die Erklärung der Verwaltung und die bestehende
Satzung an und stimmten gegen den SPD-Antrag. SPD und Linke
scheiterten mit dem Versuch, dass die Verwaltung zukünftig mit den
Vereinen darüber verhandeln solle, in welcher Höhe die
Schankgebühren ausfallen sollten.
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Vorwürfe gegen die Prokuristin der Werkstatt für Behinderte
- Die
CDU hatte kurzfristig noch eine Anfrage zu den Vorkommnissen bei der
Werkstatt für Behinderte gestellt. Rechtsdezernent Rabe antwortete,
dass es derzeit noch keine genaueren Erkenntnisse gäbe aber bereits
das Rechnungsprüfungsamt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet
wurden, um den öffentlich gewordenen Vorwürfen nachzugehen.
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Ratsinfo Nr. 2
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zur Sitzung des Stadtrates am 16. November 2009
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Schon am Morgen der 2. Sitzung des neu gewählten Stadtrates am 16.
November 2009, waren die eingereichten Bewerberlisten der Fraktionen
für die bevorstehenden Wahlgänge zur Besetzung der Ratsausschüsse
und der Sondergremien (Aufsichts- und Verwaltungsräte etc.) bekannt
gegeben worden. SPD, Linke und Grüne hatten zur Besetzung aller
Sondergremien gemeinsame Listen eingereicht. Zusammen stellen die 3
Fraktionen eine deutliche Mehrheit von 42 Stimmen im 74köpfigen
Stadtrat. Die CDU hatte eine eigene Liste eingereicht und die FDP
hatte sich im Vorfeld mit den 3 Vertretern der DWG (Duisburger
Wählergemeinschaften) abgestimmt, so dass man gemeinsame Listen zur
Besetzung der Sondergremien stellte. Die zu erwartenden
Mehrheitsverhältnisse (inkl. der offenbaren Rot-Rot-Grünen
Kooperation) waren also schon vor der Sitzung deutlich zu erkennen.
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Besetzung der Ratsausschüsse
- In
der letzten Kommunalwahlperiode wurden die Ausschussbesetzungen noch
mit dem Berechnungsverfahren nach „de´ Hondt“ verteilt bzw. gewählt.
Damals reichten die 3 Stimmen der FDP-Fraktion allein nicht aus, um
in den Ausschüssen vertreten sein zu können, so dass man zunächst
eine Fraktionsgemeinschaft mit der AMP eingegangen war, um auf die
damals erforderliche Mindestzahl von 4 Stimmen zu kommen.
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- Die
neue Gemeindeordnung NRW schreibt ab der Wahlperiode 2009 – 2014 bei
der Besetzung der Ausschüsse das Berechnungsverfahren nach „Hare/Niemeyer“
vor. Danach reichten diesmal zur Besetzung der 21köpfigen Gremien
die 3 Stimmen der FDP-Fraktion, um in (fast) jeden Ratsausschuss
einen FDP-Vertreter und eine/n Stellvertreter/in entsenden zu
können. Wobei zwei Ausschüsse ausschließlich von Ratsherren und
Ratsfrauen besetzt werden dürfen und drei, bei denen die Größe des
Gremiums deutlich verkleinert wurde, so das die 3 Stimmen der FDP
doch wieder nicht genug waren.
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Bereits bei der dritten anstehenden Abstimmung zur
Ausschussbesetzung wurde heftig diskutiert. Zur Besetzung des
Jugendhilfeausschusses gibt es besondere gesetzliche Vorschriften,
wonach in diesem 15 Personen umfassenden Gremium auch 6
Wohlfahrtsverbände vertreten sein müssen. In der Vergangenheit
wurden die verbliebenen 9 Ausschusssitze nach Proporz unter den
Ratsfraktionen verteilt. Dieses mal erklärten Oberbürgermeister und
Rechtsdezernent, dass je 3 Mitglieder der Wohlfahrtsverbände auf die
Listen von CDU und SPD gerechnet werden müssten, so dass der SPD von
den ihr nach dem Berechnungsverfahren nach „Hare/Niemeyer“
zustehenden 6 Sitzen nur noch 3 mit SPD-Vertretern besetzen konnte.
Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Brandt beantragte eine
Sitzungsunterbrechung. Anschließend akzeptierte die SPD zwar die
Abstimmung, kündigte aber an, diese rechtlich prüfen zu lassen.
Letztendlich wäre es auch ein merkwürdiges Signal gewesen, wenn
ausgerechnet die SPD sich dagegen gewährt hätte, die Sozialverbände
auf ihrer Liste zu berücksichtigen.
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- Alle
anderen Abstimmungen zur Besetzung der Ausschüsse verliefen
reibungslos und ohne Überraschungen. Die FDP-Fraktion wird demnach
folgende Mitglieder in die jeweiligen Ratsausschüsse entsenden:
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Ausschüsse
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Stimmberechtigtes
Mitglied
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1. Stellvertreter/in
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2. Stellvertreter
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Haupt- und Finanzausschuss
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(nur für Ratsmitglieder)
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Wilhelm Bies
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Betül Cerrah
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Frank Albrecht
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Rechnungsprüfungsausschuss
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(nur für Ratsmitglieder)
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Betül Cerrah
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Frank Albrecht
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Wilhelm Bies
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Jugendhilfeausschuss
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Betül Cerrah
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Matthäus Schlummer
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Schulausschuss
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Betül Cerrah
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Monika Scherbaum
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Kulturausschuss
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Frank Albrecht
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Oliver Glaser
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Ausschuss für Arbeit,
Soziales
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und Gesundheit
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Betül Cerrah
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Oliver Glaser
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Ausschuss für Wirtschaft,
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Stadtentwicklung und Verkehr
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Jörg Löbe
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Murat Cerrah
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Umweltausschuss
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Wilhelm Bies
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Thomas Wolters
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Personal- und
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Verwaltungsausschuss
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Wilhelm Bies
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Frank Albrecht
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Betriebsausschuss
DuisburgSport
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Rudi Junk
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-
Frank Albrecht
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Betriebsausschuss für das
Immobilienmanagement
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Jörg Löbe
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Werner Niehaus
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Betriebsausschuss Einkauf
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und Service Duisburg
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- jetzt auch zugleich
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Verdingungsbeirat
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(eine Mitgliedschaft war
hier für die FDP-Fraktion rechnerisch nicht möglich)
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Wahlprüfungsausschuss
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(eine Mitgliedschaft war
hier für die FDP-Fraktion rechnerisch nicht möglich)
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Umlegungsausschuss
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(eine Mitgliedschaft war
hier für die FDP-Fraktion rechnerisch nicht möglich)
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Bei den Abstimmungen zur Besetzung der Ausschüsse
sind sogenannte ´Listenverbindungen´, also Zusammenschlüsse mehrerer
Fraktionen um den Stimmenanteil zu erhöhen, verboten.
Dementsprechend erfolgten die Voten: Für die Vorschlagsliste der SPD
stimmten immer 30 (inkl. des Vertreters der ´Bürgerlich-Liberalen´,
P. Bettermann, der sich inzwischen der SPD-Fraktion angeschlossen
hat). Die CDU hatte immer 26 Stimmen (inkl. des Vertreters der
BürgerUnion, Knut Happel), Grüne und Linke jeweils 6 und FDP und DWG
hatten je 3 Stimmen während des „Wahlmarathons“ der
Ausschussbesetzung.
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Entsprechend des Stimmenanteils wird die SPD zukünftig in jeden
21er-Ratsausschuss 8 Vertreter entsenden, die CDU 7, Grüne und Linke
je 2 und FDP und DWG je 1 Vertreter.
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- In
der Sitzung des Stadtrates am 7. Dezember 2009 werden dann
zusätzlich noch in alle Ausschüsse sogenannte „Sachkundige
Einwohner“ und „stellvertretende Sachkundige Einwohner“ gewählt.
Sachkundige Einwohner besitzen Rede- und Beratungsrecht, aber kein
Stimmrecht im jeweiligen Ausschuss. Wer dann noch zusätzlich für die
FDP in den Ausschüssen vertreten sein wird, werden wir Ihnen in der
nächsten Ausgabe des Ratsinfos mitteilen.
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Ausschussvorsitzende
- An
Tagesordnungspunkt 18 stand die Wahl der Ausschussvorsitzenden. Da
es sich um 11 Ausschüsse handelt und auch diese Wahl nach einem
speziellen Berechnungsverfahren (de´Hondt) erfolgen muss, hätte die
FDP hierbei keine Chance gehabt, einen Ausschussvorsitzenden zu
stellen. Die CDU hatte der FDP-Fraktion aber bei Vorgesprächen
angeboten, uns einen Ausschussvorsitz unserer Wahl zu überlassen.
Die FDP-Vertreter entschieden sich dafür, FDP-Ratsherr Frank
Albrecht zum Vorsitzenden des Kulturausschusses wählen zu lassen.
Wir möchten Frank Albrecht an dieser Stelle nochmals herzlich dazu
gratulieren und wünschen ihm eine ´glückliche Hand´ bei der Leitung
des Kulturausschusses.
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Integrationsrat
- Seit
dieser Legislaturperiode muss nach Gemeindordnung NRW auch in jeder
Stadt ein Integrationsrat eingesetzt werden (in Duisburg gibt es
dieses Gremium bereits seit 1999). Dieser setzt sich zusammen aus
den gewählten Kandidaten der kommunalen Wahl zum Integrationsrat,
die in Duisburg am 7. Februar 2010 stattfinden wird, und Mitgliedern
des Stadtrates. In der Sitzung des Rates am 16. November wurde nun
die Zusammensetzung dieses Gremiums beschlossen, die vom Gesetzgeber
nicht vorgegeben ist. Vorgegeben ist lediglich, dass die frei
gewählten Migrantinen und Migranten die Mehrheit in diesem Gremium
haben und auch den Vorsitzenden stellen müssen.
- Um
einen Vertreter in ein „9er-Gremium“ zu entsenden reichen 6 Stimmen
im Duisburger Stadtrat, bei einem „8er-Gremium“ nicht. Die FDP
stellte daher den Antrag, die Zahl der Ratsmitglieder im
Integrationsrat von 8 auf 9 Personen zu erhöhen, was vom Rat auch
einstimmig so beschlossen wurde. Dadurch wurde dieses Gremium bei
der anteilsmäßigen Sitzverteilung im Berechnungsverfahren zu einem
9er-Gremium. Bei dieser Abstimmung hatten FDP und DWG einen
gemeinsamen Vorschlag eingereicht (Rainer Grün von der
DWG-Fraktion), der mit diesen 6 Stimmen auch gewählt wurde.
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Wahl zur Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR)
- In
geheimer Abstimmung erfolgte auch die Wahl der Duisburger Vertreter
in den RVR. Auch hierbei hätte die FDP allein mit 3 Stimmen keine
Chance gehabt, aber durch die freundliche Unterstützung der
DWG-Fraktion (die sowieso selbst keinen Kandidaten in dieses Gremium
entsenden wollten) kam der FDP-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Bies als
Kandidat auf 6 Stimmen in dieser Abstimmung und erhält somit einen
(eigentlich ungeahnten) Sitz im „Ruhrparlament“. Frank Albrecht
wurde mit den gleichen Stimmen zum Stellvertreter gewählt. Auch dazu
möchten wir an dieser Stelle beiden nochmals herzlich gratulieren
und uns bei den Freunden der DWG bedanken.
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-
Sondergremien
-
Zahlreiche Sondergremien, wie Aufsichtsräte, Verwaltungsräte und
Verbandsversammlungen von städtischen Gesellschaften und
Beteiligungen wurden, wieder nach dem Berechnungsverfahren nach Hare/Niemeyer,
anteilsmäßig besetzt. Hierbei ist es – anders als bei der Besetzung
von Ausschüssen – erlaubt, gemeinsame Listenvorschläge einzureichen
um die Stimmenanzahl gegenüber den Mitbewerbern zu erhöhen.
-
- SPD,
Linke und Grüne hatten für alle Gremien gemeinsame Vorschläge
erarbeitet, kamen zusammen auf 42 Stimmen und stimmten auch
konsequent gemeinsam ab. Eine zweite Liste stellte die CDU zur Wahl,
die immer auf 26 Stimmen kam und eine dritte Liste bestand aus
gemeinsamen Vorschlägen von FDP und DWG, die im Vorfeld der Sitzung
detailliert erarbeitet, fair aufgeteilt und abgesprochen worden
waren. Durch diesen (temporären) Zusammenschluss kamen die
Kandidaten von FDP und DWG immer auf 6 Stimmen und sicherten sich so
in insgesamt 16 Sondergremien je einen Sitz.
-
- Als
3er-Fraktion wäre ansonsten lediglich ein einziger Sitz im
26köpfigen Sparkassenzweckverband möglich gewesen. Die FDP entsendet
zukünftig je einen Vertreter in folgende 8 Gremien: DOR (Frank
Albrecht), DVV (Wilhelm Bies), DVG (Betül Cerrah), DMG (Frank
Albrecht), WBD-AöR (Thomas Wolters, Vertreter Dr. Richard
Wittsiepe), Seniorenbeirat (Rainer Lenau, Vertreter Sieghard Erdt),
FrischeKontor (Frank Albrecht) und in die Verbandsversammlung des
Sparkassenzweckverbandes (Wilhelm Bies).
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- Je
einen Sitz in den Aufsichtsräten von Zoo, Gebag, DBV, GfB, dem
Verwaltungsrat der Sparkasse, dem Polizeibeirat und ebenfalls im
Sparkassenzweckverband erhielten die Vertreter der DWG durch die
gemeinsamen Abstimmungen. Viele andere Gremien, wie z.B. ARGE, GMVA,
Stadtwerke, Klinikum, EG-DU, KWD oder Logport sind deutlich kleinere
Gremien, in die der Einzug mit nur 6 Stimmen nicht möglich war.
-
- Im
Laufe der letzten Jahre wurden immer mehr politische und finanzielle
Entscheidungen in diese Sondergremien verschoben. Als Beispiel sei
genannt, dass in der Vergangenheit weder der Kulturausschuss, noch
der Rat der Stadt, trotz intensiven Nachfragens, offizielle
Antworten zur Beteiligung der Gebag am Erweiterungsbau des Museums
Küppersmühle erhalten hat. Die Stadtspitze teilte lediglich mit,
dass dies ausschließlich eine Angelegenheit des Aufsichtsrates der
Gebag sei und der Politik in diesem Fall kein Mitspracherecht
zustünde, was juristisch gesehen auch korrekt ist. Aus diesem Gunde
ist es äußerst wichtig geworden, in diesen Gremien vertreten zu
sein, wenn man an solchen Entscheidungen beteiligt sein möchte.
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-
Fahrradverleihsystem „MetroRadRuhr“
-
Neben den vielen Wahlen stand noch ein Beschluss zur Einrichtung
eines Fahrradverleihsystems an. Eine Firma betreibt einen
Ruhrgebietsweiten Fahrradverleih im Auftrag des RVR und durch
finanzielle Mittel des Bundesverkehrsministeriums, sowie durch
Werbeeinnahmen.
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-
Gesellschafterversammlung der Duisburg Marketing (DMG)
-
Obwohl mehrere Ratsmitglieder entdeckt hatten, dass die aufgeführten
Zahlen des Jahresabschlusses 2008 fehlerhaft waren (zumindest falsch
aufgeführt), genehmigten CDU und SPD diese Vorlage in einer
ungewöhnlichen Allianz gegen die Stimmen aller kleineren Fraktionen.
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- Ratsinfo Nr.1
- in der
Legislaturperiode 2009 – 2014
- zur Sitzung des Stadtrates am 2.
November 2009
-
- Am Montag, dem 2.
November 2009 traten die neu gewählten Mitglieder des Rates der
Stadt Duisburg zu ihrer ersten konstituierenden Sitzung zusammen.
-
- Zunächst fand die
Verpflichtung der Ratsmitglieder statt und die Anwesenden wählten
einstimmig den Schriftführer und seinen Vertreter. Dabei handelt es
sich um die gleichen Verwaltungsmitarbeiter, die diese Funktion
bereits in der vergangenen Legislaturperiode inne hatten.
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- Die anstehende
Wahl der 3 ehrenamtlichen Stellvertreter des Oberbürgermeisters muss
nach Gemeindeordnung ohne jede Aussprache und/oder personellen
Vorstellungen in geheimer Wahl stattfinden. Dazu stellen die
Fraktionen Listen zur Wahl, die nach dem Auszählverfahren nach
d´Hondt berechnet werden. Zur Wahl stand eine gemeinsame Liste der
SPD und der Linken. Den 1. Platz dieser Liste belegte SPD-Ratsherr
Manfred Osenger, auf dem 2. Listenplatz stand Erkan Kocalar, ein
Ratsherr der Fraktion der Linken. Dagegen stand eine gemeinsame
Liste von CDU, FDP und DWG (neuer Zusammenschluss im Rat der Stadt:
„Duisburger Wählergemeinschaften“). Auf dieser Liste stand an erster
Stelle der CDU-Ratsherr Benno Lensdorf und auf dem zweiten Platz
Ratsfrau Betül Cerrah von der FDP.
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- Stimmberechtigt
waren alle 74 Ratsmitglieder und der Oberbürgermeister selbst, also
insgesamt 75. Das Ergebnis der geheimen Abstimmung war 36 : 36, bei
3 Stimmenthaltungen. Die Gemeindeordnung stellt in so einem Fall
fest: „…zwischen Wahlvorschlägen mit gleichen Höchstzahlen findet
eine Stichwahl statt…“. Rechtsdezernent Rabe erklärte dem Rat
hierzu seine Rechtsauffassung, wonach nun einzelne Abstimmungen um
die Plätze 1 und 3 stattfinden müssten. Der Verlierer um Platz 1
erhält demnach den 2. Bürgermeisterposten. SPD-Ratsherr Jürgen C.
Brandt teilte dem Rat seine Rechtsauffassung mit, wonach die beiden
Listen nochmals zur Wahl gestellt werden sollten.
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- Oberbürgermeister
Sauerland verfuhr im Sinne des Rechtsdezernenten. Demnach standen
nun die Ratsherren Lensdorf (CDU) und Osenger (SPD) gegeneinander
und in geheimer Abstimmung zur Wahl um das Amt des 1.
stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt. Das Ergebnis: 37 Stimmen
für Lensdorf, 36 Stimmen für Osenger, 3 Stimmenthaltungen. Demnach
war Benno Lensdorf zum ersten und Manfred Osenger zum zweiten
stellvertretenden Bürgermeister gewählt.
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- Im folgenden
Wahlgang standen Betül Cerrah (FDP) und Erkan Kocalar (Linke) um den
Posten des dritten stellvertretenden Bürgermeisters zur Wahl. Das
Ergebnis: 35 Stimmen für Betül Cerrah und 38 Stimmen für Kocalar,
bei 1 Enthaltung und 1 Nein-Stimme. Somit war der ´Linke´ Ratsherr
Erkan Kocalar zum dritten Stellvertreter von OB-Sauerland gewählt.
Das Abstimmungsergebnis stellte eine Enttäuschung für die
Ratsmitglieder der FDP dar, da es vorher entsprechende Absprachen
gab und man davon ausging, dass die Stimmenanzahl und Differenz der
vorhergehenden Wahl (Lensdorf - Osenger) die gleiche sein würde. Wie
auch der Presse an den folgen Tagen zu entnehmen war, haben sich
einige Mitglieder der Fraktion der Grünen, nach eigenem Bekunden,
der Stimme enthalten und/oder bewusst den ´Linken´ Erkan Kocalar
gewählt. Die FDP-Fraktion wird die entsprechenden Konsequenzen
daraus ziehen.
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- Auch weitere
Tagesordnungspunkte der Ratssitzung entwickelten sich anders, als es
vorab besprochen wurde. So beantragten die Linken z.B. die
Aufstockung der Ratsausschüsse von 19 auf 21 Mitglieder. Da dies mit
Mehrkosten verbunden wäre, wurde zwischen FDP, CDU, Grünen und DWG
vorher verabredet, die Ausschussgröße bei 19 zu belassen. Dennoch
stimmten die Grünen (und die SPD) dem Antrag der Linken zu. Zusammen
kommen SPD, Linke und Grüne auf eine sichere Ratsmehrheit von 42
Stimmen.
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- Ebenfalls um
Kosten einzusparen gab es zwischen CDU, FDP, DWG und Grünen auch die
Absprache den Personal- und Verwaltungsausschuss abzuschaffen. SPD
und Linke sahen dies anders und beantragten eine geheime Abstimmung
des Antrages. Das Ergebnis: für die Abschaffung stimmten 36, dagegen
37 Ratsmitglieder. Somit war auch diese Abstimmung anders verlaufen,
als geplant.
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- Über die
Einrichtung der Ratsausschüsse wurde nur kurz diskutiert. Außer,
dass der „Ausschuss für Umwelt und Grün“ demnächst einfach
„Umweltausschuss“ heißen wird, bleibt alles so wie in der letzten
Ratsperiode. Die Besetzung dieser Ausschüsse wird in der Ratssitzung
am 16. November 2009 erfolgen.
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- Weitere Themen
und Abstimmungen waren an diesem Tage nicht geplant.
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